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Microsoft Edge: PDFs bald direkt im Browser zusammenführen

Microsoft plant ein großes Update für den PDF-Reader in Edge: PDFs zusammenführen, Seiten sortieren, Texte per OCR extrahieren und übersetzen, alles lokal.

Microsoft Edge browser window showing a PDF document with page thumbnails and merge tools on a Windows 11 desktop.
Bild: 01net.com

Microsoft arbeitet an einem umfangreichen Update für den in Microsoft Edge integrierten PDF-Reader. Laut der öffentlichen Roadmap des Unternehmens soll der Browser PDF-Dateien künftig nativ zusammenführen und organisieren können, ohne Zusatzsoftware, ohne Online-Dienst und ohne kostenpflichtiges Adobe Acrobat.

Bislang konnten zwar alle gängigen Browser PDFs öffnen und boten einfache Werkzeuge zum Ausfüllen, Signieren oder Kommentieren. Die Verwaltung der Dokumente und ihrer Seiten blieb jedoch spezialisierten Anwendungen vorbehalten.

Was der PDF-Reader in Edge können soll

Mit dem neuen Werkzeug lässt sich ein geöffnetes Dokument mit weiteren PDFs kombinieren, egal ob sie in anderen Tabs geöffnet oder lokal auf dem PC gespeichert sind. Außerdem sollen Nutzer Seiten auswählen und extrahieren oder löschen, ihre Reihenfolge ändern und falsch ausgerichtete Seiten drehen können.

Hinzu kommt eine Funktion zum Extrahieren von Inhalten wie Text und Bildern. Sie funktioniert dank der in Windows 11 integrierten Texterkennung (OCR) auch bei gescannten Dokumenten. Ein neuer Seitenbereich bündelt Kommentare, handschriftliche Notizen und Markierungen; sie lassen sich durchsuchen, filtern und bearbeiten.

Zudem übersetzt der Reader PDF-Dokumente in bis zu 62 Sprachen. Ironischerweise greift Microsoft dafür auf Adobe-Technik zurück: 2023 hatte das Unternehmen seine eigene PDF-Engine zugunsten der Adobe Acrobat PDF Engine aufgegeben.

Lokal und zerstörungsfrei

Alle Vorgänge laufen laut Plan vollständig auf dem eigenen Rechner. Bearbeitung, Zusammenführung und Anmerkungen werden lokal ausgeführt, ohne dass Daten über Server von Microsoft, Adobe oder anderen Cloud-Diensten laufen.

Die Änderungen sind zudem nicht destruktiv: Die ursprünglichen PDF-Dateien bleiben unverändert, bei jeder Änderung erzeugt das PDF-Modul automatisch eine neue Datei.

Für Windows-11-Nutzer, die nur gelegentlich Dokumente zusammenfügen oder neu ordnen müssen, könnte damit eine separate PDF-Anwendung überflüssig werden. Sensible Dateien müssen zudem nicht mehr zu Online-Diensten hochgeladen werden.

Schlagwörter:microsoft edgewindows 11pdfadobe acrobatmicrosoft

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