Tokyo Metro führt QR-Papiertickets ein, Magnettickets enden
Tokyo Metro führt im Geschäftsjahr 2028 Papiertickets mit QR-Code ein und will den Verkauf von Magnettickets bis Ende des Geschäftsjahres 2029 einstellen.

Tokyo Metro hat am 30. Oktober angekündigt, im Geschäftsjahr 2028 schrittweise Papiertickets mit QR-Code einzuführen. Den Verkauf der bisherigen Magnettickets will der Betreiber etwa zum Ende des Geschäftsjahres 2029 beenden.
Die QR-Tickets sollen an Fahrkartenautomaten und ähnlichen Stellen erhältlich sein. An den automatischen Sperren halten Fahrgäste sie vor ein QR-Lesegerät. Laut Unternehmen soll sich am Kauf und an der Nutzung möglichst wenig ändern.
Welche Tickets betroffen sind
Das QR-Format gilt für normale Einzelfahrscheine und Mehrfahrtenkarten, darunter die ermäßigten Varianten für Menschen mit Behinderungen und für Schüler und Studierende auf dem Schulweg. Der Verkauf soll im Geschäftsjahr 2028 nach und nach beginnen.
Monats- und Zeitkarten bleiben weiterhin auf IC-Karten für den Nahverkehr nutzbar. Aktionstickets funktionieren auch künftig auf IC-Karten oder als digitale QR-Tickets.
Hintergrund
Tokyo Metro setzt nach eigenen Angaben auf Fahrsysteme der nächsten Generation, in deren Mittelpunkt IC-Karten stehen und zu denen auch das Bezahlen per kontaktloser Kreditkarte mit nachträglicher Abrechnung gehört. Magnettickets verursachen jedoch Staus in den Sperren und belasten beim Recycling die Umwelt.
Damit folgt das Unternehmen einem Branchentrend. Sieben Bahnbetreiber in Ostjapan, darunter JR East, Keisei und Keikyu, haben bereits beschlossen, Magnettickets abzuschaffen und ab dem Frühjahr 2027 QR-Tickets anzubieten. Die nötige Technik von Automaten bis Sperren gilt auf mittlere und lange Sicht als schwer zu unterhalten.
Details zur Nutzung der QR-Tickets und zum genauen Zeitplan für das Ende des Magnetticket-Verkaufs will Tokyo Metro später bekanntgeben.
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