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Stellantis setzt auf LFP-Akkus für günstigere Elektroautos

Stellantis will ab 2027 mehr Elektromodelle mit günstigen LFP-Batterien ausstatten. Der Fiat 500e könnte dann unter 20.000 Euro kosten.

A Fiat 500e electric city car parked on a European street, symbolising Stellantis' shift to cheaper LFP batteries.
Bild: 01net.com

Stellantis will ab 2027 bei mehr Elektromodellen auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) setzen und so die Preise senken. Damit reagiert der Konzern auf den Druck chinesischer Hersteller. Konzernchef Antonio Filosa kündigte den Schritt bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal 2026 am Mittwoch, dem 28. Oktober, an.

Als erster Kandidat gilt der Fiat 500e. Der Kleinwagen nutzt derzeit Nickel-Mangan-Kobalt-Zellen (NMC) und startet bei 23.900 Euro. Mit LFP könnte der Preis unter 20.000 Euro fallen. Damit läge er auf dem Niveau des Renault Twingo, der teils dank seiner LFP-Batterie bereits unter dieser Schwelle angeboten wird.

Warum LFP den Unterschied macht

Schon heute verbaut Stellantis LFP-Akkus mit 30, 44 oder 54 kWh in günstigeren Modellen auf der Smart-Car-Plattform: Citroën ë-C3, ë-C3 Aircross, Opel Frontera und Fiat Grande Panda. Diese Autos bilden aktuell den Einstieg in die Elektromobilität des Konzerns. Der Großteil der übrigen europäischen Elektropalette setzt noch auf NMC.

Der Vorteil liegt bei den Kosten: LFP-Batterien sind pro kWh etwa 40 Prozent günstiger in der Herstellung als NMC-Akkus. Da die Batterie 25 bis 40 Prozent der Produktionskosten eines Fahrzeugs ausmacht, kann die günstigere Zellchemie den Endpreis spürbar senken.

Was als Nächstes kommt

Zudem soll die neue Plattform STLA One helfen, LFP breiter im Angebot zu verankern. Sie bildet die Basis des künftigen elektrischen Peugeot 208, der Ende 2027 erwartet wird. Er muss sich gegen den Volkswagen ID. Polo, den Cupra Raval und den Renault 5 E-Tech behaupten.

Für Käufer zeigt der Schritt, dass der Preisdruck aus China inzwischen die europäischen Volumenmodelle erreicht. Reichweite und Ladeleistung spielen bei der Kaufentscheidung eine Rolle, am Ende zählt jedoch meist der Preis. Stellantis setzt darauf, mit günstigeren Zellen im Kleinwagensegment wettbewerbsfähig zu bleiben.

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