Sort A Brick: Gebrauchte LEGO-Steine werden zu Komplettsets
Das litauische Startup Sort A Brick stellt eine Sortiermaschine der zweiten Generation vor und verkauft nun generalüberholte LEGO-Sets direkt an Kunden.

Das litauische Startup Sort A Brick hat eine Sortiermaschine der zweiten Generation vorgestellt, die bis zu 3.600 LEGO-Steine pro Stunde scannt und sortiert – viermal so schnell wie der Vorgänger. Damit steigt das Unternehmen vom Restaurieren fremder Sammlungen in den direkten Verkauf generalüberholter Komplettsets ein.
Laut Unternehmen ist der weltweite Zweitmarkt für LEGO etwa 800 Millionen Euro groß, doch nur 80 Millionen Euro entfallen auf komplette gebrauchte Sets. Sort A Brick schätzt, dass ein Markt für zertifiziert aufbereitete Sets bis 2036 auf 4,7 Milliarden Euro wachsen könnte, sofern automatisiertes Sortieren die Restaurierung im großen Stil wirtschaftlich macht.
Starke Nachfrage
Im Onlineshop war in der ersten Woche mehr als 75 Prozent des angebotenen Bestands verkauft. Kunden aus 20 EU-Ländern haben über 1.100 Sets gekauft. Hinzu kommen fast 2.000 Restaurierungsanfragen aus 41 Ländern; mehr als 700 Kilogramm gemischter Steine wurden verarbeitet. Deutschland entwickelt sich zu einem wichtigen Markt.
CEO Ilya Malkin nennt einen durchschnittlichen Auftragswert von rund 500 Euro, oft für 14 bis 15 Kilogramm Steine – für manche Kunden eine Hürde. Einzelne aufbereitete Sets kosten je nach Modell etwa 10 oder 15 Euro. Angestrebt sind Preise von rund der Hälfte vergleichbarer Neuware, ältere und seltene Sets können teurer sein.
So funktioniert die Maschine
Das System erkennt Steine per Computer Vision und gleicht sie mit einer Set-Datenbank ab; eine Software berechnet, welche Sets sich rekonstruieren lassen. Die neue Maschine scannt die Steine von allen Seiten und hat zehnmal mehr Ausgabebehälter, sodass Hunderte Sets parallel entstehen. Die Gesamtkapazität stieg auf das Fünffache bei etwa dreifacher Stellfläche.
Über 93 Prozent der Teile erkennt das System automatisch, die übrigen 7 Prozent gehen an eine halbmanuelle Station. Jedes Set prüft ein Mensch auf Vollständigkeit. Die Sets werden gereinigt und bestehen nur aus echten LEGO-Steinen; fehlende oder unechte Teile ersetzt das Unternehmen. Per QR-Code gibt es die Bauanleitung.
Malkin zufolge muss sich nun zeigen, ob das Geschäft im großen Maßstab funktioniert. Er erwartet, dass die neue Generation den Betrieb profitabel macht und die Vervielfältigung des Systems ermöglicht.
Apps, die sich lohnen
Tippe die richtigen Felder, addiere, triff das Ziel. Leicht zu lernen, schwer zu meistern. Kostenlos, für jedes Alter.
Sprich mit einem KI-Gesprächspartner; jeder Satz kommt korrigiert und in deiner Sprache erklärt zurück. 9 Sprachen, A1 bis C2.
EDIFACT- und X12-Nachrichten öffnen, jedes Segment verständlich erklärt, in JSON/XML umwandeln, als PDF und Excel exportieren. Läuft lokal, kein Upload.
Wähle, für wen es ist, den Anlass und die Persönlichkeit. Die Suchmaschine liest Produktbeschreibungen lokaler Shops und sortiert, was passt. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Mehr von diesem Tag
Alle anzeigen →
Gosuslugi: Mobilfunkanbieter wechseln jetzt über das Nutzerkonto

Elvis-Presley-Rechteinhaber verklagen Anthropic wegen Claude

Revolut setzt bei 2.000 Entwicklern auf GLM statt Claude Code

Wiki.js 3.0: Neuschreibung mit Echtzeit-Zusammenarbeit
Mehr aus: Start-ups
Alle anzeigen →
Carousell: GMV im Live-Selling steigt um etwa das Sechsfache
Hardt Hyperloop sichert Millionen-Finanzierung nach der Insolvenz

Nscale-Investor Aker: Microsoft-Ausstieg ist "kleiner Vertrag"
