Russlands akkreditierte IT-Firmen erlösen 6 Billionen Rubel im Halbjahr
Premier Michail Mischustin zufolge erzielten akkreditierte russische IT-Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 6 Billionen Rubel.

Akkreditierte IT-Unternehmen in Russland haben in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 einen Umsatz von 6 Billionen Rubel erzielt. Das teilte Ministerpräsident Michail Mischustin in einer Videobotschaft an die Teilnehmer des Forums Kazan Digital Week 2026 mit.
Jahresumsatz könnte Vorjahr übertreffen
Laut den von Mischustin genannten Zahlen lag der Umsatz der akkreditierten IT-Firmen 2025 nahe der Marke von 8 Billionen Rubel – fast das Anderthalbfache des Vorjahreswerts. Da im ersten Halbjahr 2026 bereits 6 Billionen Rubel zusammengekommen sind, könnte das Gesamtjahr noch höher ausfallen.
Der Regierungschef betonte, die russische IT-Branche entwickle sich dynamisch: Ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt habe sich binnen sechs Jahren fast verdoppelt. Im Segment arbeiten inzwischen mehr als 1,7 Millionen Fachkräfte.
Zudem verwies Mischustin auf das wachsende Register einheimischer Software, das mittlerweile zehntausende russische Lösungen umfasst. Die fertigen Produkte kämen in Schlüsselbranchen der Wirtschaft zum Einsatz.
Fokus auf Importsubstitution
Angesichts der äußeren Beschränkungen müsse Russland das Angebot an heimischer Software, Cloud-Diensten und Industriesystemen dynamischer ausbauen und zugleich schneller wettbewerbsfähige Technologien auf den Markt bringen, so Mischustin. Informationsressourcen und moderne Entwicklungen sollten die Lebensqualität verbessern und wirtschaftliche wie soziale Aufgaben in den Regionen und im ganzen Land lösen helfen.
Zuvor hatte der Premier einen Fördermechanismus für Unternehmen angekündigt, die auf russische Software umsteigen. Er sieht vor, fast 50 Prozent der Kosten für Kauf und Einführung russischer Programme zu erstatten. Die Maßnahme soll den Umstieg auf einheimische Industriesoftware beschleunigen und die Wettbewerbsposition wissensintensiver Branchen stärken.
Für den Markt deuten Zahlen und geplante Förderung auf anhaltend starke Nachfrage nach russischen Softwareanbietern hin, getrieben von Sanktionsfolgen und staatlichen Anreizen.
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