Proton VPN belegt No-Log-Versprechen mit offenem Code und 4 Audits
Proton VPN veröffentlicht den Code aller Apps und hat vier unabhängige No-Log-Audits bestanden. VPN Plus kostet bis 30. November 2,49 € pro Monat.

Proton VPN will das häufigste Versprechen der Branche, „keine Logs“, überprüfbar machen. Das Unternehmen aus Genf veröffentlicht den Quellcode aller Anwendungen und gibt an, dass seine No-Log-Richtlinie vier aufeinanderfolgende unabhängige Audits bestanden hat.
Warum das No-Log-Versprechen einen Beleg braucht
Keine Behörde prüft, ob ein VPN-Anbieter sein Wort hält. Ein Dienst kann „Zero Logs“ bewerben und trotzdem Verbindungsdaten speichern. Genau das zeigte sich im Juli 2020: Forscher entdeckten eine offen zugängliche Datenbank von sieben VPN-Diensten, die alle als No-Log vermarktet wurden. Sie enthielt 1,2 TB an Protokollen mit IP-Adressen, Zeitstempeln und Geräteinformationen von rund 20 Millionen Nutzern.
Protons Antwort ist Transparenz. Jeder kann den App-Code einsehen und prüfen, was mit dem Datenverkehr geschieht. Die Audits führte die Firma Securitum durch, das jüngste 2025. Die Prüfer untersuchten die Produktionsinfrastruktur und bestätigten, dass keine Logs existieren, die Aktivitäten einem Nutzer zuordnen. Der Bericht ist öffentlich.
Schweizer Recht und zusätzlicher Schutz
Proton sitzt in Genf und unterliegt Schweizer Recht, das als besonders datenschutzfreundlich gilt. Das Unternehmen startete 2014 mit Proton Mail und brachte 2017 sein VPN auf den Markt. Die optionale Funktion Secure Core leitet den Verkehr über gehärtete Server in der Schweiz, in Schweden oder Island, bevor er sein Ziel erreicht; ein kompromittierter Ausgangsserver sieht so nie die echte IP-Adresse. Tor-Routing ist direkt in die App integriert.
Die kostenlose Version zeigt keine Werbung und begrenzt das Datenvolumen nicht, weil zahlende Abonnenten sie finanzieren. Sie bleibt bewusst schlicht: ein Gerät, automatische Länderwahl, keine erweiterten Optionen. VPN Plus bietet 10 gleichzeitige Geräte, mehr als 20.000 Server in über 140 Ländern, Streaming- und P2P-Server sowie NetShield, das Werbung, Tracker und schädliche Domains blockiert.
Ein VPN hat Grenzen. Es verbirgt die IP-Adresse und verschlüsselt die Verbindung, etwa im öffentlichen WLAN. Wer aber bei Google oder in sozialen Netzwerken angemeldet bleibt, wird weiterhin erkannt, und ein Virenschutz wird nicht ersetzt. Zudem ist ein Audit eine Momentaufnahme; wiederholte Prüfungen und dauerhaft offener Code wiegen daher schwerer.
Black-Friday-Preis
Bis zum 30. November kostet VPN Plus im Zweijahrestarif 2,49 € pro Monat, also einmalig 59,76 €, gegenüber 9,99 € monatlich ohne Bindung. Das entspricht 75 % Rabatt. Der Preis gilt 24 Monate, danach verlängert sich das Abo für 83,88 € pro Jahr. Es gibt eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie. Proton Unlimited für 6,49 € pro Monat im Jahresabo enthält zusätzlich Proton Mail, Proton Pass, den Kalender und 500 GB Proton Drive.
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