Nojima Online: Rund 7 Millionen Kundendaten nach Hackerangriff
Der japanische Elektronikhändler Nojima meldet unbefugten Zugriff auf sein Mitgliedersystem. Etwa 7 Millionen Datensätze sind abgeflossen, die Shops sind offline.

Der japanische Elektronikhändler Nojima hat am 2. November einen unbefugten Zugriff auf das Mitgliederverwaltungssystem seines Onlineshops Nojima Online bekannt gegeben. Dabei wurden rund 7 Millionen Mitgliedsdatensätze abgegriffen. Das Unternehmen entdeckte den Angriff am 1. November und bestätigte noch am selben Tag, dass personenbezogene Daten nach außen gelangt sind.
Betroffen sind zwei Dienste: Nojima Online und die Ankaufsseite des Unternehmens für gebrauchte Smartphones. Beide wurden vorübergehend abgeschaltet. Wann sie wieder erreichbar sind, ist offen.
Welche Daten betroffen sind
Zu den abgeflossenen Daten zählen Namen in Kanji und Kana, Login-IDs, verschlüsselte Passwörter, E-Mail-Adressen, Anschriften, Postleitzahlen, Telefonnummern, Geburtsdaten und das Geschlecht. Ehemalige Mitglieder, die ihr Konto gekündigt haben, sind nicht enthalten.
Nach Angaben von Nojima speichern beide Seiten keine Kreditkartendaten, diese sind daher nicht betroffen. Die Login-Passwörter der betroffenen Konten wurden zwangsweise zurückgesetzt; Nutzer werden zur Neuvergabe angeleitet.
Maßnahmen und Ausblick
Das Unternehmen hat den externen Zugriff gesperrt, Sicherheitsmaßnahmen und Überwachung verschärft und sich an die zuständige Polizeibehörde gewandt. Einen Termin für die Wiedereröffnung nennt Nojima erst, wenn die Sicherheit bestätigt ist.
Für Kunden besteht vor allem das Risiko von Phishing-Mails, betrügerischen Anrufen oder Post, die Kontaktdaten und Geburtsdatum ausnutzen. Wer sein Nojima-Passwort auch bei anderen Diensten verwendet hat, sollte es dort ebenfalls ändern. Der Fall reiht sich in mehrere jüngste Datenpannen bei japanischen Onlinehändlern und Dienstleistern ein.
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