Moderne Autos: Hunderte Sicherheitslücken in Apps und Cloud
In modernen vernetzten Fahrzeugen wurden Hunderte Schwachstellen entdeckt. Angreifer gelangen vor allem über Apps und Cloud-Dienste an die Autos.

In modernen Autos sind Hunderte Sicherheitslücken gefunden worden. Besonders heikel: Die Einfallstore liegen nicht allein im Fahrzeug selbst. Laut den Ergebnissen dringen Angreifer über Smartphone-Apps und Cloud-Infrastruktur ein, mit denen Hersteller ihre Autos mit den Besitzern verbinden.
Apps und Cloud als Schwachstelle
Heutige Fahrzeuge sind weit mehr als mechanische Maschinen. Sie stützen sich auf Begleit-Apps, Fernzugriffsdienste und Server im Hintergrund, die etwa Kontozugriff und Kommunikation mit dem Auto abwickeln. Jede dieser Ebenen vergrößert die Angriffsfläche. Die gemeldeten Lücken zeigen, dass Schwächen in diesen vernetzten Komponenten inzwischen ein wichtiger Weg für Hacker sind.
Die schiere Zahl der Probleme, es sind Hunderte, deutet darauf hin, dass es sich um ein systemisches Phänomen handelt und nicht um den Fehler eines einzelnen Modells oder Herstellers.
Was das für Fahrer bedeutet
Für Besitzer heißt das: Die digitale Sicherheit des Autos hängt heute von Software ab, die außerhalb des Fahrzeugs liegt, nämlich von der App auf dem Handy und den Servern dahinter. Ein Fehler an einer dieser Stellen kann im schlimmsten Fall das Auto oder die mit dem Konto verknüpften Daten gefährden.
Risiken lassen sich mit einfachen Mitteln senken: Begleit-App und Fahrzeugsoftware aktuell halten, ein starkes und einzigartiges Passwort für das Herstellerkonto verwenden und, wo möglich, die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.
Wie es weitergeht
Die Erkenntnisse erhöhen den Druck auf Autohersteller und Zulieferer, Apps und Cloud-Dienste mit derselben Sorgfalt abzusichern wie die Bordsysteme. Da immer mehr Fahrzeuge dauerhaft online sind, dürften regelmäßige Tests, schnelle Updates und ein transparenter Umgang mit Schwachstellen zur Standarderwartung von Kunden und Aufsichtsbehörden werden.
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