Glasfaserausbau: Wohnungswirtschaft warnt vor Fehlregulierung
Ein Vermieterverband fordert vom Gesetzgeber längere Fristen und realistischere Kostenrechnungen, damit der Glasfaserausbau in Wohngebäuden nicht gefährdet wird.

Die Wohnungswirtschaft warnt den Gesetzgeber vor einer Fehlregulierung beim Glasfaserausbau. Ein Vermieterverband verlangt, Fristen zu verlängern und Kosten realistischer zu berechnen. Andernfalls sei der Ausbau der Glasfasernetze gefährdet, so die Argumentation.
Der Appell richtet sich an die Regeln, die bestimmen, wie Glasfaseranschlüsse in Wohngebäude gelangen. Vermieter und Wohnungsunternehmen sind dabei ein wichtiges Glied der Kette, denn Glasfaser erreicht Haushalte nur, wenn Gebäudeeigentümer die Arbeiten mittragen können. Die Sorge des Verbands: Eine Regulierung mit unrealistischen Fristen und Kostenannahmen könnte genau das Vorhaben bremsen, das sie beschleunigen soll.
Zwei Forderungen: mehr Zeit, ehrlichere Kosten
Der Verband stellt zwei zentrale Forderungen. Erstens sollen die Fristen im Regelwerk verlängert werden, damit Eigentümer genug Zeit für die Umsetzung der Vorgaben haben. Zweitens sollen die Kosten realistischer berechnet werden. Das deutet darauf hin, dass der Verband die bisherigen Annahmen für zu optimistisch hält.
Welche einzelnen Vorschriften der Verband konkret im Blick hat und welche Zahlen er anzweifelt, geht aus der vorliegenden Zusammenfassung nicht hervor.
Warum das wichtig ist
Der Glasfaserausbau in Mehrfamilienhäusern betrifft Mieter und Eigentümer gleichermaßen. Mieter sind darauf angewiesen, dass Vermieter moderne Anschlüsse ermöglichen, während Eigentümer Investitionen gegen das abwägen müssen, was sie umlegen oder selbst tragen können. Passen die Vorgaben nicht zur Praxis, können Projekte ins Stocken geraten, und Anschlüsse kommen später als geplant.
Die Warnung bringt die Stimme der Wohnungswirtschaft in die Debatte über die Organisation des Netzausbaus in Deutschland ein. Ob der Gesetzgeber die Forderung nach längeren Fristen und überarbeiteten Kostenschätzungen aufgreift, ist bislang offen.
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