metaEye: NIL Technology zeigt Kamera kleiner als ein Reiskorn
Das dänische Unternehmen NIL Technology bringt mit metaEye eine winzige Kamera für das Eye-Tracking in Smart Glasses und AR-/VR-Geräten auf den Markt.

Das dänische Unternehmen NIL Technology hat am 28. Oktober die Markteinführung von metaEye angekündigt, einer extrem kompakten Kamera für Smart Glasses sowie AR- und VR-Geräte. Das Modul misst nur 1,68 × 1,68 × 2,11 Millimeter und wiegt 12,9 Milligramm – es ist damit kleiner als ein Reiskorn.
Aufgabe: Blickerfassung
metaEye ist für das Eye-Tracking gedacht. Bei Headsets mit dieser Funktion lässt sich etwa ein Titel in einer Videoliste anblicken und anschließend mit einer Kneifgeste auswählen. Welches Element der Nutzer ansieht, ermittelt das System, indem es das Auge filmt und die Aufnahmen analysiert, um die Blickrichtung zu schätzen. metaEye liefert dafür die Bilder.
Die Kamera arbeitet mit nahem Infrarotlicht, das für das menschliche Auge unsichtbar ist, und nimmt Bilder mit 400 × 400 Pixeln auf.
Metalinsen statt gewölbtem Glas
Herkömmliche Kameras bündeln Licht mit mehreren gewölbten Linsen. Eine Metalinse funktioniert anders: Nanometergroße Strukturen auf ihrer Oberfläche steuern den Lichtweg. In metaEye setzt NIL Technology zwei Metalinsen ein, die ohne Luftspalt aufeinandergestapelt sind. Weil dicke klassische Optiken entfallen, fällt die gesamte Kamera dünner und kleiner aus.
Das ist wichtig, denn im Rahmen einer Smart Glass müssen Kameras, Sensoren und viele weitere Bauteile Platz finden. Eine so kleine Kamera für die Blickerfassung dürfte es Herstellern erleichtern, Brillen mit schmalen, stilvollen Fassungen zu bauen.
Zu Preis und zu den ersten Produkten, in denen das Modul zum Einsatz kommt, nannte die Ankündigung keine Angaben.
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