Samsung ordnet TV-Reihe neu: Ultra, Plus und Basic ab 2027
Samsung ersetzt im nächsten Jahr Technikbegriffe durch die drei Stufen AI TV Basic, Plus und Ultra und beendet die Produktion von Quantum-Dot-Fernsehern.

Samsung Electronics baut sein Premium-Fernsehangebot im kommenden Jahr grundlegend um, wie es aus der Branche heißt. Statt Bezeichnungen wie Micro RGB, OLED, Neo QLED oder Mini LED in den Vordergrund zu stellen, gliedert der Konzern die Modelle in drei Stufen: AI TV Basic, Plus und Ultra.
Die neue Struktur betrifft alle Geräte oberhalb der Einstiegsserie Crystal UHD mit herkömmlichem LCD. Sie ähnelt der Aufteilung der Galaxy-S-Smartphones in Standard-, Plus- und Ultra-Modelle.
Warum die Namen verschwinden
Hauptgrund ist, dass sich die Hardware bei Premium-Fernsehern auf Backlight-Technik konzentriert hat. Samsung will die Produktion von Quantum-Dot-Fernsehern (QD), die fast ein Jahrzehnt eine Säule des Premiumsortiments waren, nach dem kommenden Jahr beenden. Die höheren Modellreihen basieren dann praktisch alle auf Backlight-Verfahren wie Mini LED und Micro LED.
Unterschiede bleiben auf Bauteilebene möglich, etwa kleinere LED-Partikel im Backlight oder Micro-LED-Chips in Rot, Grün und Blau. Insgesamt gehören die Techniken aber zu einer ähnlichen Kategorie. Aus Sicht von Samsung helfen lange Technikbezeichnungen Käufern deshalb kaum noch bei der Unterscheidung.
Ein Branchenvertreter erwartet keine strikte Trennung nach Technik. Ultra dürfte jedoch von hochwertigen Micro-RGB- und OLED-Modellen geprägt sein, Basic überwiegend von margenschwächeren Mini-LED-Geräten.
Richtung KI-Abonnements
Die Vereinfachung hängt auch mit dem Geschäftsmodell zusammen. Beobachter sehen Samsung auf dem Weg vom Hardwareverkauf zu KI-basierten Abos: Mehr Geräte zu niedrigeren Margen sollen Kunden über kostenpflichtige KI-Dienste an das Samsung-TV-Ökosystem binden.
Laut einer weiteren Branchenquelle will Samsung die TV-Auslieferungen von rund 35 Millionen Stück in diesem Jahr auf deutlich über 40 Millionen im nächsten Jahr steigern und neue Einnahmen aus dem KI-Ökosystem erzielen statt allein aus Hardware.
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