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Meta Muse: KI-Agent startet in Japan und plant vorausschauend

Metas persönlicher KI-Agent Muse ist seit dem 23. Oktober in Japan verfügbar. Erste Tester loben, dass er selbstständig bucht, erinnert und mitdenkt – kostenlos.

A smartphone showing Meta's Muse AI agent with an animated character assistant helping with a booking.
Bild: Impress Watch

Metas persönlicher KI-Agent Muse ist seit dem 23. Oktober in Japan verfügbar. Er sucht nicht nur Informationen und beantwortet Fragen, sondern bedient auch Websites im Auftrag der Nutzer und erledigt Aufgaben wie Reservierungen oder Einkäufe. Laut Unternehmen hat Muse in den USA binnen eines Monats mehr als 10 Millionen Downloads erreicht.

Handeln statt nur antworten

In einem am 27. Oktober aufgezeichneten Gespräch beschrieben zwei Redakteure den Hauptunterschied zu Chatbots wie ChatGPT. Ein Textgenerator liefert Informationen, die Arbeit bleibt beim Nutzer. Muse öffnet dagegen selbst den Browser und schließt die Buchung ab; der Nutzer bestätigt nur. Bei einem Kinotest wählte Muse auf Wunsch Plätze in der Mitte oder nahe am Ausgang aus, statt nur Vorstellungszeiten aufzulisten.

Muse arbeitet zudem im Hintergrund, während man etwas anderes erledigt, und läuft auch auf dem Smartphone.

Proaktiv, manchmal zu sehr

Sobald Gmail und Google Kalender verknüpft sind, macht Muse ungefragt Vorschläge. Ein Tester erhielt eine Warnung vor einer anstehenden Kreditkartenabbuchung und später die Bestätigung der Überweisung. Ein anderer sprach mit einem Freund über ein Treffen; Muse bot an, den Termin einzutragen, und fragte später nach dem Ort. Der Agent liest außerdem Akkustand und Benachrichtigungen des Handys und schlägt anhand des Standorts vor, welchen Zug man nehmen sollte.

Ein Connector für die Finanz-App Money Forward lieferte eine Abo-Übersicht von rund 30.000 Yen pro Monat. Muse wies auf einen ungewöhnlich teuren Tarif hin und empfahl, nach dem Ende der Formel-1-Saison zu kündigen – samt Kalendererinnerung.

Die Nachteile: Muse erklärt mitunter Dinge, die Nutzer längst wissen, und meldet weiter freie Kinoplätze für einen Film, den der Tester nie buchen wollte. Über die Gedächtnisfunktion soll sich das mit Anweisungen wie „darüber nicht benachrichtigen“ steuern lassen.

Wünsche für die Zukunft

Muse ist derzeit kostenlos, was die Redakteure als großen Vorteil gegenüber kostenpflichtigen Konkurrenzdiensten sehen. Sie wünschen sich Sprachgespräche wie am Telefon und Aktivierung per Wake-Word, etwa um im Auto Essen zum Mitnehmen zu bestellen. Hervorgehoben wurde auch die animierte, anpassbare Figur, die Bindung schafft und den Wechsel zu anderen Diensten erschweren könnte.

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Schlagwörter:metamuseai agentjapanpersonal assistant

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