Meta-Datenbrillen: US-Senatoren fordern Antworten zum Datenschutz
Die US-Senatoren Ron Wyden und Edward Markey verlangen von Mark Zuckerberg Auskunft zu Datenschutzrisiken der KI-Brillen mit Kamera. Meta hat bis zum 25. November Zeit.

Meta gerät wegen seiner smarten Brillen mit Kamera und KI-Funktionen erneut unter Druck. Die US-Senatoren Ron Wyden und Edward Markey haben in einem scharf formulierten Brief an Konzernchef Mark Zuckerberg klare Antworten zu den Risiken der Geräte verlangt.
Die Senatoren werfen dem Unternehmen vor, ein Produkt auf den Markt gebracht zu haben, das die Privatsphäre von Nutzern und Menschen in ihrer Umgebung gefährden könne. Meta habe von Bedenken in Bezug auf besonders gefährdete Gruppen wie Frauen und Kinder gewusst, noch bevor die ersten Modelle erschienen seien.
Fragen zu Aufnahmen und KI-Training
Der Brief konzentriert sich darauf, wer Zugriff auf die Videoaufnahmen hat, wie diese Daten zum Training von KI-Systemen genutzt werden und ob sich die Schutzmechanismen der Brille umgehen lassen. Zudem soll Meta erklären, wie Betroffene ihre Daten oder Aufnahmen löschen können. Hintergrund sind Sorgen, dass Menschen ohne ihr Wissen gefilmt und private Aufnahmen an Dritte weitergegeben werden.
Die Bedenken beschränken sich nicht auf die USA. Mehrere Länder und Einrichtungen schränken den Einsatz von Kamerabrillen an bestimmten öffentlichen und privaten Orten ein. Norwegen bereitet neue Beschränkungen vor, Oslo hat die Nutzung an Schulen bereits untersagt, und auch Gerichte und Institutionen in anderen Ländern haben ähnliche Maßnahmen ergriffen.
Schutzmaßnahmen in der Kritik
Meta hat zuletzt zusätzliche Schutzfunktionen eingeführt, die das Aufnehmen verhindern, wenn jemand die Kontrollleuchte der Kamera manipuliert. Kritiker halten das für unzureichend, da der Schaden für die Privatsphäre bereits entstehen kann, sobald private Inhalte ohne Zustimmung aufgenommen und geteilt werden.
Die Senatoren haben Meta eine Frist bis zum 25. November gesetzt. Die Antwort dürfte die Debatte darüber prägen, wo die Grenzen für Kameras und KI im Alltag liegen sollten.
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