Meta nimmt 15 Milliarden Dollar per Anleihe für KI-Ausbau auf
Meta will laut SEC-Meldung 15 Milliarden Dollar über Anleihen in den USA aufnehmen, um KI-Investitionen zu finanzieren. Mit einer Euro-Emission sollen es mindestens 20 Milliarden werden.

Meta leiht sich 15 Milliarden Dollar, um seine Investitionen in künstliche Intelligenz zu bezahlen. Das geht aus einer Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC hervor. Der Mutterkonzern von Facebook, Instagram und WhatsApp platziert dafür Anleihen bei Anlegern in den USA. Wer die Papiere kauft, gibt Meta faktisch einen Kredit: Der Konzern zahlt nach einem festen Plan Zinsen und tilgt den Betrag am Laufzeitende.
Fünf Tranchen mit bis zu 30 Jahren Laufzeit
Der Verkauf besteht aus fünf Anleihegruppen mit Laufzeiten von 5 bis 30 Jahren. Meta verteilt die Rückzahlung damit über viele Jahre, statt alles an einem Stichtag zu begleichen. Zudem wird erwartet, dass das Unternehmen Anleihen in Euro ausgibt. Über beide Transaktionen soll die Finanzierung mindestens 20 Milliarden Dollar erreichen.
Warum Meta Schulden aufnimmt
Hintergrund sind die hohen Kosten für den Ausbau der KI-Infrastruktur. Meta rechnet in diesem Jahr mit Investitionsausgaben von 135 bis 145 Milliarden Dollar, überwiegend für KI. Rechenzentren und Rechenkapazität treiben Technologiekonzerne dazu, neue Geldquellen zu erschließen.
Neu ist das Vorgehen nicht: Im April verkaufte Meta Anleihen über 25 Milliarden Dollar, im vergangenen Jahr waren es auf demselben Weg 30 Milliarden. Außerdem weitete der Konzern ein Aktienprogramm aus, das bis zu 97,5 Milliarden Dollar erreichen kann. Der Unterschied: Bei Anleihen nimmt Meta Schulden auf und muss zurückzahlen, bei Aktien gibt das Unternehmen Anteile ab.
Die Ratingagentur Moody's bewertet die neuen Anleihen mit Aa3. Sie erwartet, dass Metas liquide Mittel trotz steigender Ausgaben über den Verbindlichkeiten bleiben.
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