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Wirtschaft·1 Min. Lesezeit

Mediamarkt und Saturn: Bezahlen direkt beim Berater möglich

Mediamarkt und Saturn bieten in 400 Märkten „Pay-on-Shopfloor“ an: Kunden zahlen per Karte oder Wearable direkt beim Verkaufsberater, ohne an die Kasse zu müssen.

A sales advisor in an electronics store holds a mobile card terminal while a customer pays by card.
Bild: t3n Magazin

Mediamarkt und Saturn führen eine Bezahlmöglichkeit ein, bei der der Gang zur Kasse entfällt. Unter dem Namen „Pay-on-Shopfloor“ können Kundinnen und Kunden den neuen Fernseher, die Waschmaschine oder das Notebook direkt beim Berater bezahlen. Nach einer Pilotphase ist der Service laut Unternehmen inzwischen in 400 Märkten bundesweit verfügbar.

So funktioniert es

Grundlage ist eine SoftPOS-Lösung des Zahlungsdienstleisters CCV. Sie macht geeignete mobile Geräte zu Kartenterminals. Den Kassenbon gibt das Gerät aus, oder er wird an einen nahegelegenen Drucker geschickt. Computop hat die Lösung in die bestehende Zahlungsinfrastruktur von Mediamarkt und Saturn integriert und steuert die Transaktionen zentral. Diese Infrastruktur verbindet bereits Onlinehandel, klassische Kassen und Self-Checkout, sodass sich weitere Bezahlwege ohne eine komplett neue Architektur ergänzen lassen. Das Onboarding dauerte nach Angaben der Beteiligten pro Markt nur zwei Tage.

Das Konzept erinnert an den Apple Store. Die Kassenzone will Mediamarkt aber nicht abschaffen: Reguläre und Selbstbedienungskassen bleiben bestehen, die mobile Option soll das Einkaufen flexibler machen.

Warum das wichtig ist

Das Anstehen an der Kasse gehört weiterhin zu den größten Ärgernissen im stationären Handel. Laut einer Studie des Zahlungsdienstleisters Adyen haben 16 Prozent der Deutschen innerhalb von sechs Monaten mindestens einmal einen Supermarkteinkauf wegen zu langer Wartezeit abgebrochen. Im Elektronikfachhandel waren es acht Prozent.

Bezahlen auf der Fläche erspart Kunden die Schlange und verhindert, dass sich jemand auf dem Weg zur Kasse doch noch umentscheidet. Zugleich dürften die Warteschlangen an den verbleibenden Kassen kürzer werden.

Einen Haken gibt es: Das Konzept funktioniert nur mit Karte oder Wearable. Wer bar zahlen möchte, muss weiterhin zur Kasse. Je nachdem, wie die Lösung in Deutschland ankommt, soll sie auch in den internationalen Märkten von Mediamarkt und Saturn starten. Konkrete Angaben dazu gibt es bislang nicht.

Schlagwörter:mediamarktsaturnpay-on-shopfloorsoftposretailpayments

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