Max-Messenger soll an Russlands System GIS KSIM angebunden werden
Russlands Digitalministerium will den Messenger Max an das Überwachungssystem GIS KSIM anbinden, um zu prüfen, ob die genutzten Telefonnummern noch aktuell sind.

Der Messenger Max soll an GIS KSIM angeschlossen werden, das staatliche Informationssystem zur Überwachung der Pflichten von Telekommunikationsanbietern. Ziel ist es, die Aktualität der Telefonnummern zu prüfen, die mit Nutzerkonten verknüpft sind. Das erklärte das russische Digitalministerium.
Laut Ministerium kann Max über die Anbindung den Status der verwendeten Nummern prüfen und das Ende von Mobilfunkverträgen berücksichtigen. Der Dienst könnte somit schneller erkennen, welche Nummern nicht mehr aktiv sind. Wurde etwa der Vertrag eines Teilnehmers mit dem Netzbetreiber gekündigt, kann der Messenger dies bei der Nummernprüfung einbeziehen.
Grenzen und Zeitplan
Die Organisation hinter Max darf Anfragen zu einer bestimmten Teilnehmernummer kostenlos an GIS KSIM senden. Die Zahl der Anfragen wird auf 1.500 pro Minute begrenzt. Die entsprechende Verordnung des Ministeriums soll am 1. März 2027 in Kraft treten.
Das Ministerium stellt die Änderung als Sicherheitsmaßnahme dar: Sie solle Nutzer besser schützen und Risiken eines missbräuchlichen Kontozugriffs aufdecken. Die Daten in GIS KSIM würden mit Zustimmung der Teilnehmer übermittelt und seien zuverlässig geschützt.
Was GIS KSIM ist
GIS KSIM wurde auf Basis einer Informationsressource der Medienaufsicht Roskomnadzor aufgebaut. Das System soll die von Betreibern gemeldeten Daten abgleichen; einige Angaben gehen seit 2022 automatisch an Roskomnadzor. Die Liste der Pflichtangaben wurde erweitert: Betreiber müssen nun auch Informationen zum Mitarbeiter, der den Vertrag abgeschlossen hat, und zur Zahl der auf eine Person registrierten Nummern eintragen.
Zuvor hatte das Ministerium angekündigt, über die Netzbetreiber alle SIM-Karten eines Nutzers zu sperren, dessen Max-Konto wegen Betrugs blockiert wird. Dieser Person könnte zudem für einige Zeit der Kauf einer neuen SIM-Karte untersagt werden.
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