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KT Cloud entwickelt Flüssigkühlung für KI-Rechenzentren selbst

KT Cloud setzt bei KI-Rechenzentren auf eigene Kühltechnik und KI-gestützte Betriebssoftware und will bis 2031 mehr als 1 GW zusätzliche Kapazität schaffen.

Liquid-cooled GPU server racks and a load bank inside KT Cloud's AI Innovation Center at the Mokdong 2 data center in Seoul.
Bild: zdnet.co.kr

KT Cloud entwickelt zentrale Infrastrukturtechnik für seine KI-Rechenzentren (AIDC) der nächsten Generation selbst – von der Prüfung der Flüssigkühlung bis zur KI-gestützten Betriebssoftware. Gezeigt wurde das im AI Innovation Center im Rechenzentrum Mokdong 2 im Seouler Bezirk Yangcheon.

In der Einrichtung werden Kühlung, Stromversorgung und Netzwerktechnik erprobt. KT Cloud will die Erfahrung und die Daten aus 25 Jahren Rechenzentrumsbetrieb für Neubauten und Konzernprojekte nutzen und die Ergebnisse als Lösungen an externe Kunden verkaufen.

Direktchip-Kühlung und eigener Lastsimulator

Die Direct-to-Chip-Kühlung (D2C) setzt KT Cloud bereits kommerziell ein: Im AIDC Gasan bedient das Unternehmen damit einen globalen Hyperscaler. Dabei sitzt eine Kühlplatte direkt auf der GPU, Kühlmittel fließt hindurch. Laut KT Cloud sinkt der Stromverbrauch für die Kühlung gegenüber Luftkühlung um 20 bis 30 Prozent. Auslegung, Strömungsanalyse und Leistungsprüfung führt das Unternehmen selbst durch; Immersionskühlung wurde separat erprobt.

Zudem hat KT Cloud einen wassergekühlten Lastsimulator (Load Bank) entwickelt, der Wärme und Kühlbedingungen echter Server nachbildet, ohne teure GPU-Server zu verwenden. Die Server-Variante orientiert sich an der Abwärme von Nvidia-B200-Servern: 8 kW pro Gerät, bis zu 64 kW pro 42-HE-Rack. Die Rack-Variante bildet bis zu 140 kW für Racks der Klasse GB200 NVL72 nach. Lasttests nach den Kriterien eines globalen Kunden seien abgeschlossen.

Software, Roboter, Ausfallsicherheit

Auch die Betriebssoftware stammt aus eigener Entwicklung. Path Finder analysiert Stromanlagen in Echtzeit und findet bei Störungen Wiederherstellungswege, DIMS Insight sagt per KI Anomalien und Ausfälle voraus. Grundlage sind Daten der Betriebsplattform DIMS. Nach einem Test mit autonomen Inspektionsrobotern im Vorjahr läuft heuer die zweite Phase mit dem Roboter Spot von Boston Dynamics.

Mokdong 2 gilt als erstes Rechenzentrum in Seoul mit Erdbebenisolierung (84 Isolatoren). Der Strom kommt aus verschiedenen Umspannwerken; 12 Notstromaggregate versorgen die Anlage bei aktueller Last etwa 48 Stunden.

Ausbaupläne

Die bestehenden rund 152 MW sind weitgehend verkauft, für große GPU-Kunden fehlt Platz. Bis 2031 will KT Cloud mehr als 1 GW zusätzlich schaffen, beginnend 2027 in Bucheon, dazu Gunsan, Cheongna und Ansan. Mit LS Electric forscht das Unternehmen an modularer Stromversorgung, mit Vertiv an Strom- und Flüssigkühlungsdesign.

Schlagwörter:kt cloudai data centerliquid coolingnvidia gb200data centersouth korea

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