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iPhone Duo im Test: Apples Seitenleiste benachteiligt Linkshänder

Nach kurzem Test von Apples faltbarem iPhone Duo kritisiert ein linkshändiger Tester die Bedienelemente am rechten Rand: Die Einhandnutzung wird umständlich, Spiegeln ist nicht vorgesehen.

A person holding a wide foldable iPhone Duo in their left hand, thumb stretching toward controls on the right edge of the screen.
Bild: Spider's Web

Wenige Dutzend Minuten mit Apples faltbarem iPhone Duo genügten, um eine Frage aufzuwerfen, die mit dem Sinn faltbarer Displays wenig zu tun hat: Warum soll sich die Anatomie des Nutzers dem Betriebssystem anpassen? Für Linkshänder fällt die Antwort wenig schmeichelhaft für Apple aus.

Breites Gerät, Fernbedienung rechts

Das Duo hat außen ein 5,4-Zoll-Display, innen 7,6 Zoll. Zugeklappt ist es noch immer 84,1 mm breit, also eher niedrig und breit als klein. Viele Elemente, die beim iPhone sonst oben oder unten sitzen, hat Apple in eine vertikale Leiste am rechten Rand verlegt, darunter Werkzeugleisten, App-Tabs und Navigationssteuerung.

Die Begründung ist nachvollziehbar: Ein kürzerer Bildschirm bietet weniger vertikalen Platz, weitere horizontale Leisten würden den Inhalt zusammendrücken. Problematisch ist die Seite. In der linken Hand muss der Daumen über die breite Front greifen, und je weiter oben ein Element liegt, desto schwerer gelingt das ohne die zweite Hand.

Dabei geht es nicht um eine schlecht gestaltete App. Seitliche Bedienelemente sind das zentrale Muster der Oberfläche, Apps mit Standardkomponenten übernehmen das Layout automatisch. Apples Entwicklerrichtlinien raten davon ab, die Standardposition der Seitenleisten zu ändern. Laut Dokumentation bleiben sie selbst in Sprachen mit Schreibrichtung von rechts nach links auf derselben Seite, bedingt durch die Asymmetrie der Hardware und die Kameraposition.

Umgehungen sind keine Lösung

Für einen Fall hat Apple vorgesorgt: Das Kontrollzentrum öffnet sich per Tipp auf die Gruppe aus Akku-, WLAN- und Mobilfunkanzeige, der Wisch von der oberen rechten Ecke entfällt. Bei aktiver Live-Aktivität kann dieses Ziel noch tiefer liegen. Der Tester räumt ein, dass das sinnvoll ist, doch es verschiebt keine App-Leisten nach links und macht das Gerät nicht schmaler.

Auch der Hinweis, man könne das Duo ja aufklappen, überzeugt nicht, denn der Daumen wird dadurch nicht länger. Das Außendisplay zählt gerade dann, wenn man keinen Mini-Arbeitsplatz aufbauen will, etwa mit einer Tasche in der anderen Hand.

Das Innendisplay zeigt, dass das System flexibler sein kann. Hochkant nutzt es Standardleisten oben und unten, in Split View platzieren Apps ihre Seitenelemente am äußeren Rand, die linke App also links. Die linke Kante ist für die Software demnach kein Tabu. Der Tester behauptet nicht, ein Linkshänder-Schalter sei trivial. Er kritisiert aber, dass der Komfort von der haltenden Hand abhängt, und verweist auf rund 4 Millionen Linkshänder allein in Polen.

Schlagwörter:appleiphone duofoldableiosleft-handedergonomics

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