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iPhone Duo: iFixit macht Bauteil im Scharnier für Displayschäden verantwortlich

Eine Woche nach dem Start deuten iFixit und ein südkoreanischer YouTuber auf ein Verstärkungsteil im Scharnier als Ursache für die defekten Innendisplays des iPhone Duo.

A foldable iPhone Duo with a broken inner display showing a horizontal line of dead pixels near the hinge.
Bild: xataka.com

Eine Woche nach dem Verkaufsstart des iPhone Duo zeichnet sich ein möglicher Verursacher der defekten Innendisplays ab. Laut dem Reparaturspezialisten iFixit setzt eine strukturelle Verstärkung im Scharnierbereich das Panel beim Zusammenklappen unter zu hohe Spannung.

Das Fehlerbild

Die ersten Berichte tauchten auf Reddit auf und verbreiteten sich dann weiter. Betroffene Geräte zeigen eine horizontale Linie toter Pixel auf der rechten Seite des Innendisplays sowie eine vertikale Linie am Scharnier, die je nach Gerät mehr oder weniger sichtbar ist. Die horizontale Linie war bei allen beschädigten Geräten identisch – ein Hinweis darauf, dass mehr als eine fehlerhafte Charge dahinterstecken könnte.

iFixit zeigte das verdächtige Teil zunächst per Röntgenaufnahmen und Simulationen. Die Verstärkung soll den mittleren Bereich stabil halten, wenn das Display aufgeklappt ist, erzeuge beim Falten aber starke Spannung auf Panel und Verbindungen. Ein südkoreanischer YouTuber filmte anschließend das Bauteil selbst, und iFixit legte ein zweites Video mit neuen Scans und Simulationen nach. Bei ausgeschaltetem Display ist das Teil bei manchen Geräten sichtbar.

Qualitätskontrolle und Lieferbarkeit

iFixit hält es für zu früh, die Zahl der betroffenen Geräte zu beziffern, da bislang wenige im Umlauf sind. Von einem breiten Konstruktionsfehler wie bei der ersten Xbox 360, der Butterfly-Tastatur des MacBook von 2017 oder dem Galaxy Note 7 spricht das Unternehmen nicht, räumt aber ein, dass einige Geräte betroffen sind.

Laut einem Bericht von Jiemian News, den GSM Arena aufgreift, behauptet ein anonymer Foxconn-Mitarbeiter, Apple habe die Prüfstandards gesenkt, um zum Start und zum Weihnachtsgeschäft möglichst viele Geräte liefern zu können. Bereits Anfang September hatte Nikkei Asia berichtet, Apple könne nicht so viele Falt-iPhones bauen wie gewünscht – wegen des selbst auferlegten hohen Qualitätsanspruchs, nicht wegen Design- oder Komponentenproblemen.

Die Lage ist angespannt: Bestellt man bei Apple online, nennt der Konzern als Abholtermin den 25. Januar – das Weihnachtsgeschäft ist damit verpasst. Steigt die Zahl betroffener Geräte weiter, droht zudem ein Imageschaden, denn das Scharnier ist das komplexeste Bauteil eines Falt-Smartphones und lässt sich nicht über Nacht korrigieren.

Apple hält an seiner früheren Stellungnahme fest und wurde zu den neuen Erkenntnissen angefragt. Wer einen Kauf erwägt, sollte die weitere Entwicklung abwarten.

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