Indrus aus Perth sammelt 750.000 Dollar für KI-Yard-Tracking ein
Das Startup Indrus aus Perth hat eine Pre-Seed-Runde über 750.000 Dollar abgeschlossen. Die KI soll Lkw und Trailer auf Logistikhöfen per Kamera erfassen.

Das Logistik-Analyse-Startup Indrus aus Perth hat in einer Pre-Seed-Runde 750.000 Dollar eingesammelt. Angeführt wird die Runde vom westaustralischen Fonds Purpose Ventures, beteiligt sind außerdem Melt Ventures und die Curtin University. Das Geld soll in den Teamausbau und in den Einsatz der Technologie auf weiteren Logistikhöfen fließen.
Indrus überwacht mit Computer Vision und KI die Aktivität auf Logistikhöfen in Echtzeit. Betreiber sollen besser erkennen, wie Fahrzeuge und Teams ausgelastet sind und wo Verzögerungen Geld kosten. Die Mitgründer Ryan Liebregts und Dre Siwela lernten sich in einem Robotikkurs im Mechatronik-Studium an der Curtin kennen und gründeten das Unternehmen im April 2025.
Der Hof als Engpass
CEO Liebregts sagt, der Hof sei in der Lagerautomatisierung lange vernachlässigt worden. „Jahrzehntelang bekam das Lager alle Aufmerksamkeit, der Hof war ein Nebenschauplatz. Aber je schneller und automatisierter Lager werden, desto mehr wird der Hof zum Engpass“, so Liebregts. „Das Lager beginnt am Tor, doch die meisten Höfe haben kaum Einblick in das, was dort geschieht.“
Die blinden Flecken wirken sich auf die gesamte Lieferkette aus: „Eine Verzögerung auf dem Hof bleibt nie auf dem Hof, sie endet als ungenutztes Dock, verpasster Termin und Überstundenschicht.“
Bisherige Erfolge
Indrus hat seine Technologie bei großen Logistikunternehmen in den USA eingesetzt und einen Pilotvertrag mit einem großen australischen Hafen abgeschlossen. Bisher kamen mehr als 200.000 Kamerastunden und über 50.000 erfasste Fahrzeuge zusammen. Projekte mit australischen Lieferkettenunternehmen aus Handel, Drittanbieterlogistik und Konsumgütern sollen 2027 starten.
Das Startup absolvierte 2025 Curtin Accelerate, wurde für den Stanford-NATO-Accelerator in der Schweiz ausgewählt und gewann den Curtinnovation Business Award.
Purpose-Ventures-Geschäftsführer Derek Gerrard erklärte, der Fonds kenne die Gründer schon seit der Zeit vor der formellen Gründung. Beeindruckend sei, wie schnell aus einer Idee etwas geworden sei, das Betreiber weltweit beachteten. Man unterstütze die Vision gern aus Westaustralien.
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