Hypersonica sammelt 100 Mio. € von Lightspeed und General Catalyst ein
Das Raketen-Startup Hypersonica hat 100 Millionen Euro von Lightspeed und General Catalyst erhalten. Das Interesse von Investoren an Raketenabwehr wächst spürbar.
Das Raketen-Startup Hypersonica hat in einer Finanzierungsrunde 100 Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wird der Kreis der Geldgeber von den US-Risikokapitalgebern Lightspeed und General Catalyst. Damit zählt das junge Unternehmen zu den kapitalstärksten Defence-Tech-Startups in Europa.
Die Runde fällt in eine Phase, in der Raketenabwehr bei Investoren auf neues Interesse stößt. Kapital, das lange vor allem in Software und Konsumtechnologie floss, geht zunehmend an Firmen, die Waffen und Verteidigungssysteme entwickeln. Hypersonicas Finanzierung gehört auf dem europäischen Markt bislang zu den größeren Beispielen.
Warum das wichtig ist
Die Beteiligung von Lightspeed und General Catalyst ist an sich bemerkenswert. Beide Investoren sind breit aufgestellt und blicken auf lange Erfahrung in Software und anderen Technologiesektoren zurück. Dass sie ein Raketenunternehmen unterstützen, zeigt, wie sehr sich Verteidigung vom Nischenthema zu einer etablierten Venture-Kategorie entwickelt hat.
Für europäische Regierungen und Streitkräfte könnte ein gut finanzierter heimischer Raketenentwickler eine Alternative zu den etablierten Rüstungskonzernen werden. Mit 100 Millionen Euro hat Hypersonica Spielraum für Entwicklung, Tests und Produktion. Konkrete Pläne des Unternehmens lagen bei Redaktionsschluss jedoch nicht vor.
Wie es weitergeht
Zu Bewertung, genauer Verteilung auf die Investoren und Mittelverwendung gibt es keine bestätigten Angaben. Die nächste Bewährungsprobe für Hypersonica ist, das frische Kapital in funktionierende Hardware und später in Aufträge militärischer Kunden zu verwandeln. Wie schnell das gelingt, wird zeigen, ob die Begeisterung für Raketentechnik in Europa zu dauerhaften Unternehmen führt.
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