CyberKord sammelt 2,7 Mio. € für KI-gestützte IT-Sicherheit ein
Das Mailänder Startup CyberKord erhält 2,7 Millionen Euro Pre-Seed-Kapital unter Führung von 360 Capital, um IT- und Security-Aufgaben per KI zu automatisieren.

Das italienische Cybersecurity-Startup CyberKord hat in einer Pre-Seed-Runde 2,7 Millionen Euro eingesammelt. Das Geld soll in eine KI-Plattform fließen, die IT- und Sicherheitsabläufe automatisiert. Angeführt wird die Runde von 360 Capital, beteiligt sind außerdem Plus Partners, Addendum Capital und Vento.
Gegründet wurde das Unternehmen 2026 in Mailand von Alessandro Maggio, Dragos Tanasa und Cosimo Michelagnoli. Die Plattform soll Firmen helfen, IT- und Sicherheitsprobleme mit weniger manuellem Aufwand zu erkennen, zu untersuchen und zu beheben.
Lücke zwischen Erkennung und Behebung
CyberKord setzt an einem bekannten Engpass an: Sicherheitswerkzeuge melden mögliche Bedrohungen oft binnen Minuten, die Behebung dauert wegen manueller Prozesse jedoch deutlich länger. Zugleich wächst die IT-Landschaft durch neue Software und KI-Agenten, und häufigere, schnellere Angriffe erhöhen den Reaktionsdruck.
Die Plattform kombiniert KI mit einem Digital Twin der IT-Infrastruktur eines Unternehmens. Sie analysiert ein Problem, simuliert mögliche Lösungen und führt anschließend Korrekturen aus. Auslöser können Sicherheitswarnungen, Support-Tickets oder Nachrichten in Tools wie Microsoft Teams und Slack sein. Das System ermittelt die Ursache, testet die geplante Lösung in der Simulation und setzt sie mit den vorhandenen Werkzeugen des Kunden um.
„Unternehmen fügen jede Woche Infrastruktur, Software und KI-Agenten hinzu, und die operative Arbeit wächst schneller als jedes Team“, sagt CEO Alessandro Maggio. Die Zeit von Fachleuten gehe in Patches, Zugriffsanfragen und Vorfälle verloren, Ticket für Ticket. CyberKord habe eine KI gebaut, die diese Arbeit von Anfang bis Ende selbst erledigt und jeden Schritt offenlegt.
Kontrolle und nächste Schritte
Die Lösung lässt sich in Cloud- und On-Premise-Systeme integrieren, ein Austausch bestehender Infrastruktur ist nicht nötig. Unternehmen legen selbst fest, wie viel Autonomie die KI erhält; alle Aktionen werden protokolliert und können überprüft werden. So sollen IT- und Security-Teams Zeit für Infrastrukturausbau, strategische Projekte und Entscheidungen gewinnen, die menschliche Expertise erfordern.
Mit dem frischen Kapital will CyberKord die Plattform weiterentwickeln und erste Pilotprojekte mit großen europäischen Unternehmen aus Fertigung, Technologie, Gesundheitswesen und Telekommunikation starten. Zudem soll das Team wachsen, vor allem in technischen und kaufmännischen Rollen.
Apps, die sich lohnen
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