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HealthSearch: KI empfiehlt rezeptfreie Mittel und Supplements

Das japanische Startup MITSUHIRO stellt HealthSearch vor: Eine KI empfiehlt rezeptfreie Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel passend zu Symptomen und Allergien.

A smartphone showing an AI health assistant recommending over-the-counter medicine and supplements next to a pharmacy vending machine.
Bild: BRIDGE

Das japanische Startup MITSUHIRO will mit HealthSearch den Weg von der Gesundheitsfrage bis zum Kauf rezeptfreier Produkte vereinfachen. Der KI-gestützte Dienst begleitet Nutzer bei der Produktwahl, rät bei Bedarf zum Arztbesuch und ermöglicht den Kauf.

Nutzer geben Symptome, Vorerkrankungen und Allergien ein. Die KI wertet diese Angaben auf Basis medizinischer Evidenz aus und empfiehlt individuell passende OTC-Arzneimittel (rezeptfrei erhältliche Medikamente) oder Supplements. Besteht das Risiko, dass sich der Zustand verschlimmert, empfiehlt der Dienst einen Arztbesuch. Laut Unternehmen besitzt es ein Patent für die Verbindung von KI und Selbstmedikation und setzt auf eigene Sprachverarbeitung sowie eine Arzneimitteldatenbank.

Für alle, die genau hinschauen müssen

Zur Zielgruppe zählen Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Nahrungsmittelallergien, die ihre Auswahl sorgfältig treffen müssen, sowie Menschen mit geringen Japanischkenntnissen, denen schon die Recherche zu Medikamenten schwerfällt. Viele sind zudem unsicher, wann ein Arztbesuch nötig ist und wann ein rezeptfreies Mittel genügt.

Anstoß war die Erfahrung von Firmengründer Piao: Bei einer Vorsorgeuntersuchung wurde ein 1,4 Zentimeter großer Knoten entdeckt, der sich als gutartig erwies. Auf seine Frage, was er gegen eine Verschlechterung tun könne, hieß es, man könne die Behandlung erklären, zur Selbstvorsorge solle er aber selbst recherchieren. Dabei stellte er fest, dass es keine Plattform für evidenzbasierte Selbstvorsorge gibt.

Automaten als Vertriebskanal

Der Zeitpunkt hat mit Demografie und Politik zu tun. Die alternde Gesellschaft und steigende Gesundheitskosten rücken in Japan die Selbstvorsorge vor einer Behandlung in den Fokus. Zudem erlaubt das im Mai 2026 in Kraft getretene geänderte Arzneimittelgesetz den Einsatz von Verkaufs- und Ausgabeautomaten für OTC-Arzneimittel.

MITSUHIRO will HealthSearch zusammen mit solchen Automaten als Paket an Apotheken liefern. Diese könnten die Geräte in Unterkünften, Convenience-Stores und Bahnhöfen aufstellen und so ihren Umsatz steigern, so die Erwartung des Unternehmens. Vorgestellt wurde das Konzept beim Monthly Pitch, einer geschlossenen Veranstaltung für junge Startups und Investoren.

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Schlagwörter:healthsearchmitsuhiroself-careai commerceotc drugsjapan startup

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