General Compute sammelt 100 Mio. Dollar für KI-Cloud ein
Das US-Startup General Compute hat in einer Series A 100 Millionen Dollar bei 800 Millionen Dollar Bewertung eingesammelt, um KI-Inferenz auf Nicht-Nvidia-Chips auszubauen.

General Compute, ein US-Startup für Cloud-Infrastruktur im Bereich künstliche Intelligenz, hat in einer Series-A-Runde 100 Millionen Dollar erhalten. Das Unternehmen wird damit mit 800 Millionen Dollar bewertet. Angeführt wurde die Runde gemeinsam von Blackbird Ventures und Abstract Ventures; auch Fuse Venture Partners und Village Global beteiligten sich.
Das 2025 von Finn Puklowski und Jason Goodison gegründete Unternehmen will das frische Kapital einsetzen, um die Rechenkapazität für den Betrieb von KI-Modellen zu erhöhen und seine Infrastruktur auszubauen.
Inferenz ohne Nvidia
General Compute konzentriert sich auf Inferenz, also den Vorgang, bei dem KI-Modelle Antworten erzeugen und Befehle ausführen. Statt auf Nvidia-Hardware zu setzen, baut das Unternehmen seine Cloud auf spezialisierten Chips anderer Hersteller auf. Die Prozessoren stammen unter anderem von SambaNova, Positron und Cerebras.
Zu den Kunden zählen vor allem Cloud-Anbieter, die KI-Entwicklern schnelle Inferenzdienste anbieten. General Compute liefert ihnen reine Server ohne vorinstallierte Software. Die Kunden betreiben darauf ihre eigene Software und stellen ihre KI-Dienste bereit.
Mieten statt Rechenzentren bauen
Große Rechenzentren errichtet das Unternehmen nicht von Grund auf. Stattdessen mietet es Flächen in Anlagen anderer Betreiber, nutzt kleinere Energiequellen und wandelt ehemalige Bitcoin-Mining-Standorte in Standorte für KI-Modelle um.
Dieser kapitalschonende Ansatz könnte es dem Startup ermöglichen, schneller Kapazität aufzubauen als Anbieter, die eigene Campus errichten müssen – bei weiter wachsender Nachfrage nach Inferenz-Rechenleistung. Für KI-Entwickler entsteht zudem eine Alternative zu Nvidia-basierten Kapazitäten, was für Teams mit Bedarf an schnelleren Antworten oder diversifizierter Versorgung relevant ist.
Wie viel Kapazität das Unternehmen in welchem Zeitraum aufbauen will, hat es nicht näher erläutert.
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