Eve Thermo 5. Gen im Test: Matter und Thread ganz ohne Cloud
Das Eve Thermo 5. Gen setzt voll auf Matter und Thread, braucht weder Cloud noch Konto und lässt sich per Binding mit dem Sensor Thermo Control koppeln.

Das Eve Thermo 5. Gen überzeugt als Heizkörperthermostat für alle, die lokale Steuerung wollen. Es setzt komplett auf Matter und Thread, kommt ohne Cloud und Benutzerkonto aus und arbeitet mit Apple Home, Google Home und Home Assistant zusammen. Der Haken: Die komfortabelsten Zeitpläne gibt es nur mit iOS oder Google Home.
Was getestet wurde
Untersucht wurden das Verhalten in Home Assistant, die Regelgenauigkeit und die Einbindung des separaten Sensors Eve Thermo Control per direktem Matter-Binding. Das Gehäuse misst 55 × 55 × 89 mm und ist damit kompakter als beim Vorgänger (54 × 67 × 85 mm). Glänzende und matte Oberflächen wirken edel, die Verarbeitung ist solide, der Motor arbeitet leise. Über das Touch-Display auf der Oberseite lässt sich die Zieltemperatur in 0,5-Grad-Schritten einstellen; alternativ steuert man per App oder Sprachbefehl.
Im Lieferumfang stecken zwei AA-Batterien, eine Montageschraube mit Mutter sowie Adapter für Danfoss RA, RAV und RAVL. Der Standardanschluss ist M30 × 1,5 mm. Die Montage an einer Handtuchheizung im Bad war unkompliziert.
Einrichtung und Zeitpläne
Zunächst wurde das Thermostat über einen eigenen OpenThread Border Router in Home Assistant eingebunden, der dabei als Matter-Controller dient. Anschließend wurde es per Matter-Code mit Apple Home und der Eve-App geteilt (Multi-Admin). Für die Einrichtung in der Eve-App ist eine Bluetooth-Verbindung zum iPhone nötig.
Zwar gibt es eine Eve-App für Android, sie unterstützt aber nur Geräte, die über Google Home mit Thread-Border-Router verbunden sind. Ohne eine dieser Plattformen fehlen Android-Nutzern die Zeitpläne. In der Eve-App erstellte Pläne liegen direkt im Thermostat und laufen weiter, wenn Home Assistant, Smartphone oder Cloud ausfallen. Pläne etwa über die Scheduler Card funktionieren dagegen nur bei laufendem Server.
In Home Assistant erscheinen viele Entitäten: eine Climate-Entität mit den Modi off und heat samt Presets, ein Ventilstellungssensor (0 bis 100 Prozent), ein Temperatur-Offset zur Kalibrierung, Kindersicherung, Thread-Diagnosedaten, Batteriewerte und Fehleranzeigen.
Thermo Control als externer Sensor
Weil das Thermostat direkt am Ventil sitzt, misst der interne Sensor durch die Abstrahlwärme meist zu hohe Werte. Eves Lösung ist das Thermo Control für rund 76 Euro. Der Sensor mit E-Ink-Display misst Temperatur und Luftfeuchtigkeit und wird per Matter-Binding angebunden. Das Pairing gelingt auch ohne Eve-App über Home Assistant. Alternativ lässt sich der interne Sensor per Offset kalibrieren.
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