Enough Phone: Minimalistisches Android mit 5,3 Zoll für 599 Dollar
Das Enough Phone setzt auf 5,3 Zoll, HD-Display, wechselbaren Akku und die Wahl zwischen Standard-Android und OdysseyOS. Der Preis liegt bei 599 Dollar.

Das Enough Phone, ein kompaktes Android-Smartphone für Menschen, die weniger von ihrem Handy wollen, kostet 599 US-Dollar. Es reiht sich neben Light Phone III, Minimal Phone 2 und Mudita Kompakt ein: Geräte, die die Grundfunktionen moderner Smartphones behalten und alles streichen, was auf Dauernutzung ausgelegt ist.
Entwickelt wurde es von Will Stults, der mit seinem eigenen Unternehmen Dumbphones verkauft, und von Sleke, gegründet von Austin Boer und Brennan Jordan, das Firmware für solche Geräte schreibt. Beide arbeiteten bereits als Händler und Hersteller zusammen. Laut dem Team ist die Nachfrage nach kleineren Smartphones deutlich gestiegen; als Nischenmarke brauche man nur eine überschaubare Kundschaft. Bemerkenswert, denn Apple gab sein eigenes kleines iPhone nach zwei Jahren wieder auf.
Bewusste Kompromisse bei der Hardware
Das Display misst 5,3 Zoll – für das Team ein Goldilocks-Punkt: Kleiner werde es eng und lasse zu wenig Platz für Komponenten. Das Panel ist ein LCD mit HD-Auflösung und rund 320 ppi. Ein OLED oder eine höhere Auflösung hätte den Preis laut Team zu stark erhöht.
Mit 12 mm ist das Gehäuse mehr als doppelt so dick wie das iPhone Air, vor allem wegen des austauschbaren Akkus. Die Kamera schließt bündig mit der Rückseite ab. Im Inneren arbeiten MediaTeks Dimensity 7500, gewählt wegen Effizienz, Preis und Support bis 2032, sowie ein 50-Megapixel-Sensor Sony IMX766. Die Kameraabstimmung läuft noch. Eine IP-Schutzklasse nennt das Team nicht und verspricht lediglich Schutz für den sicheren Alltag. Ein Hybrid-Slot nimmt SIM-Karte oder microSD auf.
Zwei Betriebssysteme
Käufer wählen zwischen Standard-Android und Slekes OdysseyOS; die Wahl ist vorerst endgültig. OdysseyOS sperrt soziale Netzwerke, Spiele und einen vollwertigen Browser. Links und QR-Codes öffnen sich in einem rudimentären integrierten Browser ohne Adressleiste, Tabs oder Lesezeichen. Das System ist standardmäßig entgoogelt und nutzt microG statt der Google Play Services. Die meisten Banking-Apps laufen, manche Apps mit Google-Abhängigkeit eventuell nicht, Google Wallet gar nicht.
Für beide Varianten sind Android-Updates und Sicherheitspatches bis 2032 zugesagt. Auch globale Netzabdeckung ist geplant. Der Preis von 599 Dollar dürfte die größte Hürde sein: Er zeigt, ob Käufer für ein bewusst eingeschränktes Gerät Mittelklasse-Geld zahlen.
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