Osegi
Start-ups·2 Min. Lesezeit

Docterz sammelt 5 Crore Rupien ein, vor allem von Ärzten als Nutzern

Das Healthtech-Startup Docterz aus Mumbai hat 5 Crore Rupien von rund 35 Investoren erhalten. Etwa 20 Ärzte, die die Software nutzen, steuerten fast 3 Crore bei.

A paediatrician at a clinic desk using clinic management software on a laptop while a parent and child wait nearby.
Bild: Inc42 Media

Das Healthtech-Startup Docterz aus Mumbai hat 5 Crore Rupien (₹5 Cr) von rund 35 Investoren eingesammelt. Knapp 60 Prozent der Runde, also fast 3 Crore Rupien, stammen von etwa 20 Ärztinnen und Ärzten, die die Plattform bereits nutzen. Zu den Geldgebern zählen auch Vineeta Singh von Sugar Cosmetics und Avnish Anand von CaratLane.

Mit dem Kapital will das Unternehmen organisch wachsen, Übernahmen prüfen und praxistaugliche KI-Werkzeuge für Ärzte entwickeln.

Eine Plattform für den Praxisalltag

Gegründet wurde Docterz vor mehr als zehn Jahren vom praktizierenden Kinderarzt Dr. Atish Laddad. Das Startup bietet Software für elektronische Patientenakten (EMR) und Praxisverwaltung an, für Ärzte, Kliniken und Gesundheitsorganisationen. Sie deckt Termine, Akten, Rezepte, Abrechnung, Impfmanagement und Patientenkommunikation ab.

Laut Unternehmen lernt das KI-basierte System aus den Verschreibungsmustern der Ärzte und vereinfacht so Empfehlungen. Außerdem stellt die Plattform leicht verständliche medizinische Informationen bereit, die Ärzte an Patienten weitergeben können. Für Impfstoffe verfolgt sie Bestände und Verfallsdaten und überwacht den Verbrauch medizinischer Materialien.

Patienten erhalten einen WhatsApp-Assistenten. Damit buchen sie Termine, sehen aktuelle Wartezeiten, rufen Krankenakten und frühere Termine ab, ohne eine eigene App zu installieren.

Nutzer werden Gesellschafter

Viele der ärztlichen Investoren arbeiten seit Jahren mit Docterz. Kinderarzt Dr. Dhananjay Sangle, einer von ihnen, nutzt die Software nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren in der Pädiatrie und Geburtshilfe/Gynäkologie seiner Praxis. Kunden in der Gesellschafterliste sind ein Signal für die Akzeptanz des Produkts. Docterz muss dieses Vertrauen aber in breitere Verbreitung bei niedergelassenen Ärzten und Gesundheitsorganisationen übersetzen.

Die nächste Wachstumsphase konzentriert sich auf drei Felder: KI-Funktionen für Dokumentation, Verwaltungsabläufe und Auswertung von Praxisdaten; organisches Wachstum samt möglicher Zukäufe; und mehr niedergelassene Ärzte sowie kleinere Praxen in ganz Indien. Außerdem will Docterz die Anbindung an das digitale Gesundheitssystem des Landes, darunter die Ayushman Bharat Digital Mission (ABDM), vertiefen.

Die größere Aufgabe bleibt, Ärzte zum Umzug ihrer Akten und Abläufe auf die Plattform zu bewegen und sie dort zu halten. Das hängt vom konkreten Nutzen im Praxisbetrieb ab und vom verantwortungsvollen Umgang mit Patientendaten.

Schlagwörter:docterzhealthtechindiafundingemrclinic management

Mehr von diesem Tag

Alle anzeigen →

Mehr aus: Start-ups

Alle anzeigen →