CMBlu: Startup aus Franken baut Großspeicher ohne Lithium
Das Startup CMBlu entwickelt Großspeicher ohne Lithium: unbrennbar, ohne kritische Rohstoffe und mit regionaler Lieferkette. Das Herzstück ist eine Kohlenstoffverbindung.

Das deutsche Startup CMBlu aus Franken will eine Alternative zu den allgegenwärtigen Lithium-Batterien schaffen. Die Firma entwickelt Großspeicher, die nach eigenem Anspruch unbrennbar sind, nicht auf kritische Rohstoffe angewiesen sind und mit einer regionalen Lieferkette auskommen.
Eine Kohlenstoffverbindung als Kern
Die entscheidende Innovation zeigt Nastaran Krawczyk von CMBlu nicht im Büro. Sie geht dafür ins Nachbargebäude: über einen Zebrastreifen und einen Parkplatz, ein paar Treppen hoch, zwischen verglasten Labors hindurch. Dort steht in einem Regal zwei Glasröhrchen. In einem liegt gelbliches Pulver, im anderen kleine schwarze Kügelchen.
Beide enthalten dieselbe Kohlenstoffverbindung, einmal im Urzustand, einmal als Granulat. Um welche Verbindung es sich genau handelt, verrät Krawczyk nicht. Das sei Geschäftsgeheimnis.
Warum das wichtig ist
Lithium-Batterien bestimmen vom Smartphone bis zum Netzspeicher das Bild und binden viele Anwendungen an dieselben Materialien und dieselben Brandrisiken. CMBlu verfolgt für große Anlagen den entgegengesetzten Ansatz: eine Technik ganz ohne Lithium, die nicht in Brand geraten kann und auf Lieferketten in der Nähe setzt.
Die drei Versprechen sind ehrgeizig. Weil das Unternehmen die genaue Verbindung geheim hält, lässt sich die Chemie von außen bislang nicht im Detail beurteilen. Klar ist die Richtung: stationäre Großspeicher auf Basis eines kohlenstoffbasierten Materials statt Lithium, entwickelt und gefertigt in Deutschland.
Für Energieversorger und Industriekunden, die nach sichereren und weniger rohstoffabhängigen Speichern suchen, ist der Ansatz interessant. Ob er sich gegen etablierte Lithium-Systeme behaupten kann, hängt davon ab, was das Unternehmen über das Laborregal hinaus vorweisen kann.
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