Chrome 157 schließt 213 Sicherheitslücken, 7 davon kritisch
Google hat am 3. November Chrome 157 veröffentlicht und 213 Schwachstellen behoben, sieben davon kritisch. Der Patch greift erst nach einem Neustart des Browsers.

Google hat am 3. November Chrome 157 für den Desktop veröffentlicht und damit 213 Sicherheitslücken geschlossen. Sieben davon stuft das Unternehmen als „kritisch“ ein, die höchste Schweregradstufe.
Chrome aktualisiert sich zwar automatisch, die neue Version wird aber erst wirksam, wenn der Browser geschlossen und neu geöffnet wird. Wer Chrome tagelang laufen lässt oder den Rechner über Nacht nicht ausschaltet, arbeitet deshalb womöglich länger mit ungepatchtem Code als gedacht.
So aktualisieren Sie
Chrome sucht selbstständig nach Updates und blendet eine Schaltfläche zum Neustart ein, sobald eines bereitliegt. Ein Klick genügt; die Tabs kehren nach dem Neustart zurück, Inkognito-Fenster nicht. Unter Windows und Mac ist die Version 157.0.8103.38 oder .39 aktuell. Wird eine ältere Nummer angezeigt, sollten Sie etwas später erneut prüfen. Auch für Android erschien Version 157 am selben Tag; sie wird über mehrere Tage schrittweise via Google Play verteilt.
Was „kritisch“ bedeutet
Nach den Kriterien des Chrome-Teams erlaubt eine kritische Lücke Angreifern, Dateien und Netzwerkressourcen mit den Rechten des Nutzers zu lesen und zu schreiben. Alle sieben kritischen Fehler sind Speicherverwaltungsfehler. Technische Details hält Google zurück, bis das Update breit verteilt ist.
Im offiziellen Blog gibt es keinen Hinweis auf bereits laufende Angriffe, das könnte sich aber ändern. Laut dem Sicherheitsportal Malwarebytes könnte eine der sieben Lücken in der Grafikverarbeitung, die Android betrifft, schon durch das Öffnen einer präparierten HTML-Seite Code außerhalb der Sandbox ausführen.
Die Danksagungen zeigen zudem, wie stark KI bei der Fehlersuche mitwirkt: 14 Meldungen stammen von Anthropic-Forschern mit Unterstützung von Claude, weitere sieben liefen unter dem Namen „Codex Security“ von OpenAI.
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