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Blue Arbor Technologies sammelt 10,5 Mio. Dollar unter Ottobock ein

Das US-Startup Blue Arbor Technologies schließt eine Series A über 10,5 Millionen Dollar ab. Ottobock führt die Runde für die Prothesensteuerung RESTORE an.

A person using a robotic prosthetic hand controlled through a neuromuscular interface.
Bild: BRIDGE

Das US-Startup Blue Arbor Technologies, das Steuerungstechnik für Menschen mit Gliedmaßenverlust entwickelt, hat am 28. Oktober den Abschluss einer Series A über 10,5 Millionen Dollar bekannt gegeben. Lead-Investor ist Ottobock, Hersteller von Prothesen und Orthesen und strategischer Partner des Unternehmens. Die Bewertung wurde nicht genannt.

Das Kapital fließt in drei Vorhaben: den Abschluss einer Machbarkeitsstudie zur neuromuskulären Schnittstelle RESTORE, einen IDE-Antrag (Investigational Device Exemption) bei der FDA für klinische Studien der Version mit externer Sensoreinheit (ESU) in den USA sowie den Entwicklungsstart einer vollständig implantierbaren Version mit interner Sensoreinheit (ISU).

So funktioniert RESTORE

RESTORE verbindet das periphere Nervensystem direkt mit einer robotischen Prothese. Ziel ist es, Finger, Handgelenk und Ellbogen getrennt und zugleich zu bewegen. Elektroden werden in Muskeln implantiert, die mit Nerven verbunden sind, und erfassen Bewegungssignale. Eine drahtlose Sensoreinheit verarbeitet sie und übermittelt Befehle an handelsübliche Roboterprothesen, die mehrere Gelenke gleichzeitig bewegen.

Laut Unternehmen lieferten frühe Machbarkeitsarbeiten über mehr als fünf Jahre stabile, hochwertige Bewegungssignale. Dauerhaft stabile Signale seien eine der hartnäckigsten Herausforderungen bestehender und in Entwicklung befindlicher Ansätze.

Klinische Fortschritte und Zulassungsstatus

Im Dezember des vergangenen Jahres erhielt an der Medizinischen Universität Wien der erste Patient den Eingriff mit der ESU-Version; die Elektroden wurden an mehreren Stellen mit gezielter Muskelreinnervation platziert. Binnen weniger Tage konnte der Patient das System funktional mit einer Ottobock-Handprothese nutzen. Ein zweiter ESU-Eingriff dort verlief ebenfalls erfolgreich.

RESTORE trägt die FDA-Auszeichnung Breakthrough Device Designation und wurde in das TAP-Pilotprogramm (Total Product Life Cycle Advisory Program) der FDA aufgenommen. Zudem wurde das System für eine von der University of Michigan geleitete Studie mit NIH-UG3-Förderung ausgewählt, die Oberflächen- und implantierte Elektroden bei der Prothesensteuerung vergleicht.

Ottobock hatte im Februar 5 Millionen Dollar investiert, die Series A eröffnet und eine strategische Partnerschaft geschlossen; seitdem hält das Unternehmen einen Sitz im Verwaltungsrat. Die jetzige Meldung markiert den Abschluss der Runde. RESTORE ist weiterhin ein Prüfprodukt und hat von keiner Behörde, auch nicht der FDA, eine Zulassung für den kommerziellen Verkauf.

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Schlagwörter:blue arbor technologiesottobockseries aprostheticsrestoreneural interface

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