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Bithumb: Hack auf Groupware legt Daten von 7.159 Personen offen

Die südkoreanische Kryptobörse Bithumb meldet einen Angriff auf ihre interne Groupware. Betroffen sind 6.444 Nutzer und 715 Mitarbeiter.

Illustration of a cracked padlock over a cryptocurrency exchange logo and a stream of leaked personal data records.
Bild: zdnet.co.kr

Die südkoreanische Kryptobörse Bithumb ist Opfer eines Hackerangriffs auf ihr internes Groupware-System geworden. Nach Angaben des Unternehmens wurden persönliche Daten von insgesamt 7.159 Personen abgegriffen: 6.444 Kunden und 715 Beschäftigte.

Bei 844 der betroffenen Kunden wurden die Daten direkt offengelegt, bei den übrigen rund 5.600 als verschlüsselte Dateien entwendet. Zu den abgeflossenen Kundendaten zählen Namen, Handynummern, E-Mail-Adressen, Einwohnermeldenummern, Führerscheinnummern, Kontonummern und Kopien von Ausweisdokumenten. Welche Angaben genau betroffen sind, unterscheidet sich von Kunde zu Kunde.

Ablauf und Gegenmaßnahmen

Der Angriff erfolgte am 27. Oktober zwischen 11:28 und 12:27 Uhr. Bithumb bemerkte den ungewöhnlichen Zugriff nach eigenen Angaben um 12:14 Uhr, also noch während des Vorfalls.

Danach sperrte das Unternehmen den Zugangsweg der Angreifer und stoppte die Nutzung der mobilen Groupware vollständig. Gemeinsam mit dem Entwickler des Dienstes werden derzeit Sicherheitsprüfungen durchgeführt und Patches eingespielt.

Ab dem Nachmittag des 29. Oktober will Bithumb die betroffenen Kunden nach und nach einzeln benachrichtigen.

Was das für Betroffene bedeutet

In Südkorea gehören Einwohnermeldenummern zu den sensibelsten Identifikationsmerkmalen. In Kombination mit Ausweiskopien und Kontodaten lassen sie sich für Identitätsbetrug und Phishing missbrauchen. Betroffene sollten daher verdächtige Nachrichten und Anrufe besonders aufmerksam prüfen.

Bithumb-Chef Lee Jae-won entschuldigte sich für die Sorgen und Verunsicherung der Nutzer. Sollten Folgeschäden bei Betroffenen festgestellt werden, werde das Unternehmen sich nach Kräften um Hilfe und Entschädigung bemühen.

Schlagwörter:bithumbdata breachcrypto exchangesouth koreagroupwarecybersecurity

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