TwitCasting nach unbefugtem Serverzugriff abgeschaltet
Der japanische Livestream-Dienst TwitCasting ist offline, nachdem Betreiber Moi Spuren eines unbefugten Zugriffs auf seine Server entdeckt hat. Die Wiederherstellung dauert.

Moi, der an der Tokioter Börse (Growth-Segment) notierte Betreiber des Livestream-Dienstes TwitCasting, hat am 28. Oktober Spuren eines unbefugten Zugriffs Dritter auf die Server des Dienstes festgestellt. Seit etwa 10:40 Uhr Ortszeit ist TwitCasting abgeschaltet. Bis zur Wiederherstellung rechnet das Unternehmen mit „einer beträchtlichen Zeit“.
Laut Unternehmensangaben bemerkte Moi gegen 10:30 Uhr eine Systemauffälligkeit und fand anschließend Hinweise auf einen Zugriff von außen. Sofort wurden Notfallmaßnahmen ergriffen, darunter die Trennung des betroffenen Netzwerks. Der Dienst wurde anschließend gestoppt, um weiteren Schaden zu verhindern und eine detaillierte Untersuchung zu ermöglichen. Ein internes Expertenteam ermittelt derzeit das Ausmaß.
Vieles ist noch offen
Zu den genauen Umständen, zur Ursache und zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme macht Moi bislang keine Angaben. Diese sollen veröffentlicht werden, sobald sie bestätigt sind. TwitCasting soll erst wieder starten, wenn die Sicherheit des Dienstes gründlich geprüft wurde. Die Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis würden noch „geprüft“.
Auch die Unternehmenswebsite ist derzeit nicht erreichbar. Neue Erkenntnisse veröffentlicht Moi vorerst über das offizielle X-Konto und das Ad-hoc-Mitteilungssystem TDnet der Tokioter Börse.
Warum das wichtig ist
Mit TwitCasting können Nutzer per Smartphone oder PC einfach Live-Videos senden und ansehen. Die Zahl der insgesamt registrierten Nutzer liegt bei mehr als 40 Millionen, womit der Dienst zu den größten Livestream-Plattformen Japans zählt. Ein längerer Ausfall betrifft daher eine sehr große Community aus Streamern und Zuschauern.
Ob und welche Nutzerdaten betroffen sind, hat das Unternehmen bislang nicht mitgeteilt. Nutzer sollten deshalb die offiziellen Kanäle im Blick behalten.
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