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Anthropic wird größter SpaceX-Kunde und bringt 34,5 % Umsatz

Anthropic steuerte im dritten Quartal 2026 34,5 % zum SpaceX-Umsatz bei und überholt damit die US-Regierung. Die Verträge umfassen bis zu 120,5 Milliarden Dollar.

A data center with rows of server racks, representing the computing capacity Anthropic rents from SpaceX.
Bild: rb.ru

Anthropic, Entwickler des KI-Assistenten Claude, ist der größte Kunde von SpaceX. Wie SpaceX vergangene Woche mitteilte, stammten 34,5 % des Umsatzes im dritten Quartal 2026 von einem einzelnen Kunden der KI-Sparte, die inzwischen Super Intelligence heißt. In den Unterlagen taucht er als „Kunde B“ auf; Bloomberg ordnet ihn Anthropic zu.

Damit liegen die Zahlungen über denen der US-Regierung, die bislang als wichtigster Auftraggeber galt. Anthropic mietet Rechenkapazität in SpaceX-Rechenzentren im US-Bundesstaat Tennessee, auf Basis von Vereinbarungen aus diesem Jahr. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, bis zu 120,5 Milliarden US-Dollar für die Infrastruktur von Elon Musk auszugeben; die Verträge laufen bis 2029. Ab Dezember könnten die Ausgaben bei rund 3,1 Milliarden Dollar pro Monat liegen.

KI-Sparte erstmals profitabel

Für SpaceX lohnt sich das Geschäft: Der KI-Bereich schreibt erstmals schwarze Zahlen. Das stützt Musks Ziel, den Jahresumsatz bis Ende 2026 auf 100 Milliarden Dollar zu steigern.

Die Abhängigkeit von einem Großkunden birgt jedoch Risiken. Laut Bloomberg könnte Anthropic die Vereinbarung schon im nächsten Jahr kündigen.

Zwei Kunden, mehr als die Hälfte des Umsatzes

Im dritten Quartal hatte SpaceX nur zwei Kunden mit jeweils mehr als 10 % Umsatzanteil. Der zweite kam auf 16,6 %; Bloomberg vermutet dahinter mehrere Behörden. Musk erwartet zudem, dass die NASA, einst einer der größten Partner, 2026 weniger als 5 % zum Umsatz beiträgt.

Das Wachstum wird mit Schulden finanziert. SpaceX schloss mit dem Investor Apollo Global Management eine Vereinbarung über rund 40 Milliarden Dollar für den Kauf von KI-Chips. Einen Tag zuvor hatte Musk auf X den Abschluss einer Schuldentransaktion über 40 Milliarden Dollar gemeldet; das Geld soll in Nvidia-Grafikprozessoren fließen.

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