Südkorea: Won-Stablecoin-Gesetz hängt, Hongkong und Japan starten
HSBC startet Zahlungen mit einem Hongkong-Dollar-Stablecoin, während Südkoreas Regierungsentwurf zur Won-Ausgabe weiter nicht im Parlament liegt.

Südkoreas Regierungsentwurf, der festlegt, wer einen Won-Stablecoin ausgeben darf, liegt noch immer nicht im Parlament. Hongkong hat seinen Stablecoin dagegen am 23. Oktober in den Zahlungsverkehr gebracht, und Japans Yen-Coin ist über ein Jahr alt.
HSBC startete den an den Hongkong-Dollar gekoppelten Stablecoin RCHKD (Red Coin) in der Bezahl-App PayMe. Laut Unternehmen werden die Wallets schrittweise für mehr als 3,3 Millionen PayMe-Nutzer freigeschaltet; möglich sind Überweisungen zwischen Privatpersonen und Zahlungen bei rund 100.000 Händlern. Hongkongs Stablecoin-Verordnung gilt seit dem 1. August 2025, die ersten Lizenzen gingen am 10. April an HSBC und das von Standard Chartered geführte Joint Venture Anchorpoint.
Japan öffnete mit dem seit Juni 2023 geltenden Zahlungsgesetz drei Wege: Banken geben Stablecoins als Einlagen aus, Geldtransferdienste mit Rückgaberecht, Treuhandgesellschaften als Treuhand-Begünstigtenrechte. Das Fintech JPYC gab im Oktober 2025 den ersten Yen-Stablecoin aus. MUFG, SMBC und Mizuho wollen im Geschäftsjahr 2026 mit einem gemeinsamen Coin starten. In den USA tritt der GENIUS Act am 18. Januar 2027 in Kraft; die Aufsichtsbehörde OCC beschloss am 21. Oktober ihre Regeln.
Zwei Streitpunkte blockieren Seoul
In Südkorea drehen sich die Gespräche seit über einem Jahr um dieselben zwei Fragen. Die Bank of Korea will die Ausgabe auf Konsortien beschränken, in denen Banken die Mehrheit (50 Prozent plus eine Aktie) halten. Gouverneur Shin Hyun-song sagte am 12. Oktober, es werde ein bankgeführtes Konsortium, wie mit der Regierung vereinbart. Der Demokrat Min Byung-duk fragte am 22. Oktober, warum nur Banken als sichere Emittenten gelten sollten. Der zweite Punkt ist eine Obergrenze für Großaktionäre von Krypto-Börsen; der Parlamentsdienst sah darin zweimal ein mögliches Eigentumsrecht-Problem.
Ein Anwalt der Kanzlei Yulchon kritisierte, dass die Bündelung beider Themen in einem Gesetz den Börsenstreit mit der Stablecoin-Regulierung verknüpfe. Hana Financial und andere haben Konsortien gebildet, können ohne Rechtsgrundlage aber nicht starten. Am 29. Oktober brachten zehn Abgeordnete um Jung Tae-ho einen weiteren Entwurf mit Lizenzpflicht für Won-Stablecoin-Emittenten ein.
Entscheidend ist, ob der zuständige Unterausschuss im November tatsächlich berät. Selbst bei Vorlage muss der Regierungsentwurf mit mehreren anhängigen Entwürfen zusammengeführt werden, die Verabschiedung könnte ins nächste Jahr rutschen.
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