Samsung lädt OpenAI-Chef Sam Altman zu Gespräch mit Top-Managern
Samsung hat OpenAI-CEO Sam Altman vor rund 50 Konzernchefs sprechen lassen. Die Partnerschaft aus Speicherchips und Rechenzentren wird damit weiter vertieft.

Samsung hat OpenAI-Chef Sam Altman zu einem Gespräch mit seinen Spitzenmanagern eingeladen. Das Treffen fand am 31. Oktober im Samsung-Personalentwicklungszentrum in Yongin in der Provinz Gyeonggi statt. Rund 50 Chefs von Konzerngesellschaften aus Elektronik, Finanzwesen, Biotechnologie und weiteren Bereichen nahmen teil.
Thema war „Das nächste KI-Jahrzehnt: Die Entscheidungen der Unternehmen“. Die Teilnehmer erörterten, wohin sich die KI-Technik entwickelt und wie sie sich einsetzen lässt, und tauschten sich über neue Märkte und Geschäftschancen aus. Zur Sprache kamen auch die Folgen für Entscheidungsprozesse und die Organisation von Unternehmen sowie die Kompetenzen, die Führungskräfte künftig brauchen.
Partnerschaft über den ganzen Konzern
Das Treffen knüpft an eine bestehende Zusammenarbeit an. Samsung Electronics und OpenAI unterzeichneten im vergangenen Oktober eine Absichtserklärung zum Aufbau globaler KI-Infrastruktur. Seither arbeitet Samsung Electronics an der Lieferung von Speicherchips für OpenAIs Stargate-Projekt. Samsung SDS will bei KI-Rechenzentren und KI-Diensten für Unternehmen kooperieren, Samsung C&T und Samsung Heavy Industries entwickeln gemeinsam schwimmende Offshore-Rechenzentren. Im Juli besuchte Samsung-Electronics-Chairman Lee Jae-yong die OpenAI-Zentrale in San Francisco.
Manager drücken die Schulbank
Vor dem Gespräch absolvierten die Konzernchefs ein praktisches Training zu generativer KI, ihren zweiten Intensivkurs nach dem ersten im Juni. Mithilfe von KI ordneten sie verstreute Managementunterlagen zu persönlichen Wissensspeichern. Ziel ist, KI direkt in Entscheidungen einsetzen zu können.
Seit Juni treibt Samsung eine „KI-Transformation“ voran, die von der Forschung über Produktion und Marketing bis zur Verwaltung reicht. Geschult wurden zunächst die Chefs, dann rund 2.300 Führungskräfte. Bis Februar 2027 sollen alle Beschäftigten eine KI-Schulung durchlaufen haben. Jede Konzerngesellschaft hat zudem eine eigene KI-Einheit, die eine auf das Geschäft zugeschnittene Strategie entwickelt und Daten sowie Modelle betreut. Auch externe generative KI-Dienste sollen stärker genutzt werden.
Samsung will die Fortschritte der einzelnen Gesellschaften laufend prüfen und konkrete Aufgaben nachschärfen, um ein KI-gestütztes Managementsystem im gesamten Konzern zu verankern.
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