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Start-ups·2 Min. Lesezeit

Peppermint Robotics sammelt 100 Crore Rupien für Industrieroboter ein

Das indische Startup Peppermint Robotics hat in einer Pre-Series-B-Runde 100 Crore Rupien erhalten und weitet sein Angebot auf Materialtransport und Reinräume aus.

An autonomous floor-scrubbing robot from Peppermint Robotics cleaning a large industrial facility floor.
Bild: Inc42 Media

Peppermint Robotics hat in einer Pre-Series-B-Runde 100 Crore Rupien (rund 10,5 Millionen US-Dollar) eingesammelt. Das Geld soll in den Ausbau der Fertigung, neue Roboter und das Geschäft in den USA und Europa fließen. Angeführt wurde die Runde von pi Ventures und Crane Venture Partners, mit Beteiligung des Asiana Fund.

Die Runde besteht aus neuem Kapital und Verkäufen bestehender Anteile (Secondaries). Gründer Runal Dahiwade zufolge entfällt der Großteil auf frisches Kapital. Zuvor hatte das Startup im April 2025 in einer Series A 34 Crore Rupien erhalten.

Vom Bodenreiniger zum Reinraum

Das 2019 gegründete und am SINE des IIT Bombay inkubierte Unternehmen aus Pune baut autonome Roboter, die Böden reinigen und Material in Gewerbe- und Industrieanlagen transportieren. Das Portfolio umfasst Scheuersaugmaschinen, Saug- und Wischroboter, drei Modelle für den Materialtransport und automatische Dockingstationen.

Laut Peppermint hat der Reinraum-Scheuersauger die Qualifizierungstests in einem Reinraum der EU-GMP-Klasse C bestanden. Dort gelten strenge Grenzwerte für Verunreinigungen. Dahiwade behauptet, Peppermint sei das weltweit erste Reinraum-Robotikunternehmen. In den nächsten 12 bis 15 Monaten sind kleinere und größere Reinigungs- und Transportroboter sowie Upgrades geplant, Außenreinigungsroboter sollen bis 2028 folgen.

Die Maschinen laufen mit dem eigenen Betriebssystem Peppermint OS und nutzen Computer Vision und LiDAR, um Räume zu kartieren und Hindernissen auszuweichen. Kunden überwachen den Betrieb über ein Cloud-Dashboard und mobile Apps.

Geschäftsmodell und Zahlen

Peppermint verkauft vor allem an Facility-Management-Firmen und verdient ab dem zweiten Jahr zusätzlich mit Ersatzteilen, jährlichen Wartungsverträgen sowie Software- und Hardware-Upgrades. Ein durchschnittlicher Roboter kostet in Indien etwa 20 Lakh Rupien, in den USA 35.000 bis 40.000 US-Dollar, je nach Installation und weiteren Kosten.

Der operative Umsatz stieg von 2,71 Crore Rupien im Geschäftsjahr 2023 auf 6,26 Crore im Geschäftsjahr 2024 und 21 Crore im Geschäftsjahr 2025. Die USA tragen fast die Hälfte der Erlöse bei, Indien knapp 30 Prozent. Neben Pune plant das Unternehmen eine Montagelinie in Nordamerika. Dahiwade nennt einen Marktanteil von über 65 Prozent bei Bodenreinigungsrobotern in Indien. Konkurrenten sind Gausium aus China und LionsBot aus Singapur.

Nach Angaben des Unternehmens arbeitet das Kerngeschäft seit mehreren Quartalen profitabel, doch Forschung und internationale Expansion halten es insgesamt in den roten Zahlen. Entscheidend wird, ob Peppermint seine Maschinen in mehreren Märkten zuverlässig warten kann.

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