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Marine nationale chartert zwei Protée-Schiffe für Minenjagd-Drohnen

Frankreich chartert für bis zu zehn Jahre zwei zivile Protée-Schiffe, die Minenjagd-Drohnen weit vor die Küste bringen, bis eigene Kriegsschiffe verfügbar sind.

A civilian support ship at sea launching an unmanned surface drone for naval mine hunting.
Bild: Numerama

Die französische Marine chartert für höchstens zehn Jahre zwei zivile Schiffe namens Protée, um ihre Minenjagd-Drohnen weit vor der Küste einzusetzen. Die Rüstungsbehörde DGA stellte die Lösung am 5. November am Rande der Messe Euronaval vor.

Die Marine verfügt bereits über Überwasserdrohnen, die Seeminen aufspüren können, doch es fehlte ein Schiff, das sie auf hohe See bringt. Anfang August 2026 hatte die DGA 12 weitere Drohnen bestellt und die Charter von Trägerschiffen angekündigt, ohne Details zu nennen. Die beiden Protée-Plattformen stammen von Chantiers de l'Atlantique und Les Abeilles International.

Übergangslösung bis zu den Kriegsschiffen

Der Schritt gehört zum Programm SLAM-F (système de lutte anti-mines du futur), das 2020 startete und alle Minenkampfmittel der Marine ersetzen soll. Die Protée-Schiffe sollen den Drohneneinsatz auf See beschleunigen, unter anderem zur Unterstützung der strategischen Streitkräfte, bleiben aber nur eine Zwischenetappe.

Die DGA bereitet die Beschaffung eigener Minenkriegsschiffe (BGDM) vor. Laut dem Bericht zum Entwurf der Aktualisierung des Militärplanungsgesetzes sollen sie ab 2032 beschafft werden, bis 2035 aber nur 4 statt 6 Einheiten. Zugleich schrumpft die Flotte der Minenjagdboote von 8 Ende 2024 auf 2 Ende 2030. Die Protée-Schiffe und ihre Drohnen sollen diese Lücke füllen.

Was die Schiffe tragen können

Jedes Protée ist 80 Meter lang und verdrängt 4.000 Tonnen. Eine zivile Besatzung fährt das Schiff, ein Marinekommando führt die Einsätze. Modular lassen sich ein Kommandoposten, zwei Überwasserdrohnen, zwei Unterwasserdrohnen, Mittel zur Minenneutralisierung oder ein Team von Minentauchern einbauen.

Die Drohnen halten Besatzungen auf Abstand zur Gefahr und tauchen bis 300 Meter tief, gegenüber 100 Metern bei den Minenjagdbooten. Algorithmen helfen Bedienern beim Sortieren der Sonarechos, doch die Entscheidung zur Neutralisierung einer Mine bleibt laut Ministerium stets beim Menschen. Weitere Drohnen von Thales und Exail werden ab dem ersten Halbjahr 2028 erwartet.

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Schlagwörter:french navymine countermeasuresnaval dronesslam-feuronavaldga

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