MacBook Pro M6 im Test: Starker Laptop mit 16-GB-Grenze
Das 14-Zoll-MacBook Pro mit M6 ist ein starkes Einstiegs-Pro mit hoher Single-Core-Leistung, stößt aber bei 16 GB Speicher und Lüfterlärm an Grenzen.

Fazit: Das 14-Zoll-MacBook Pro mit M6 ist ein hervorragender Laptop, lohnt sich aber nur, wenn Sie nutzen, was es vom MacBook Air unterscheidet, und wenn Ihnen 16 GB Arbeitsspeicher genügen.
Was getestet wurde
Das Testgerät ist die Basisversion mit 16 GB Arbeitsspeicher und 1 TB Speicher für 2.329 Euro. Zwei Tage lang liefen Benchmarks, lokale KI-Modelle und Agenten. Trotz der höheren Zahl ist der M6 der schwächste der drei Chips der Reihe, vor M5 Pro und M5 Max steht er nur numerisch. Design, Liquid-Retina-XDR-Display und Anschlüsse entsprechen dem M5. Neu sind eine CPU mit 12 Kernen, eine GPU mit 12 Kernen, eine doppelte Neural Engine, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.
Apple verspricht bis zu 30 Prozent mehr Grafikleistung und 25 Prozent mehr KI-Leistung gegenüber dem M5. Rechnet man die eigenen Angaben nach, reicht der Zuwachs von rund 18 Prozent bei Affinity bis 70 Prozent bei Logic Pro; Xcode, Blender und Cyberpunk liegen bei 25 bis 28 Prozent. Diese Tests liefen allerdings mit 32 GB und 4 TB, einem Modell für 4.419 Euro.
Stärken
Besonders stark ist die Single-Core-Leistung: 802 Punkte in Cinebench, mehr als beim M4 Max (676) und M3 Ultra (573). Multi-Core bleibt die Rangfolge gewahrt: 5.384 Punkte gegenüber 7.829 beim M4 Max. Das Mini-LED-Display ist nicht mehr Apples bestes, aber weiterhin hervorragend. Dank 1 TB Basisspeicher, drei Thunderbolt-4-Anschlüssen, HDMI und SD-Slot braucht man meist keinen Hub.
Gegenüber dem MacBook Air M5 bietet es einen Lüfter, ein Display mit 1.000 Nits (SDR) und 1.600 Nits (HDR) bei 120 Hz statt 500 Nits und 60 Hz sowie bis zu 24 statt 18 Stunden Videowiedergabe. Es wiegt rund 320 Gramm mehr als das 13-Zoll-Air und kostet 900 Euro mehr, bei gleichem Arbeitsspeicher, aber doppeltem Speicherplatz.
Schwächen
16 GB wirken bei einem Pro knapp, und Aufrüstungen treiben den Preis in die Nähe deutlich stärkerer Modelle. Der Lüfter blieb bei kleinen KI-Modellen still, regte sich leicht bei Bionic und Single-Thread-Cinebench und war im Multi-Thread-Test sehr laut. Eine anhaltende Drosselung wurde nicht gemessen. Mit 1,55 kg ist es zudem schwerer als das neue Modell mit OLED-Touchscreen (1,38 kg), das die Dynamic Island hat. Ein Netzteil liegt nicht bei.
Für wen es sich eignet
Es passt zu Nutzern, denen das Air bei langen Sitzungen zu knapp war, zu Umsteigern von Intel-Macs, M1 oder M2 und zu gelegentlichen 4K-Cuttern. M5-Besitzer haben wenig Anlass zum Wechsel. Für anspruchsvolles Video, 3D oder mehrere Monitore sind M5 Pro oder M5 Max besser, und große lokale KI-Modelle brauchen mehr als 16 GB.
Apps, die sich lohnen
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