KI-Nutzung in Polen steigt auf 39,8 Prozent – auch Senioren holen auf
Laut dem neuen GUS-Bericht nutzen 39,8 Prozent der Polen zwischen 16 und 74 Jahren KI-Tools, 17,1 Punkte mehr als 2025. Bei Senioren hat sich die Nutzung mehr als verdreifacht.

In Polen nutzen immer mehr Menschen Werkzeuge der künstlichen Intelligenz: 2026 waren es 39,8 Prozent der 16- bis 74-Jährigen, nach 22,7 Prozent im Vorjahr. Das ist ein Plus von 17,1 Prozentpunkten, wie aus dem Bericht „Informationsgesellschaft in Polen 2026“ des Statistikamts GUS hervorgeht. Erfasst wurde die Nutzung in den drei Monaten vor der Befragung.
Dabei haben 96,6 Prozent der Haushalte Internetzugang, doch weniger als die Hälfte der Bevölkerung setzt KI ein. Entscheidend ist das Alter.
Junge vorn, Senioren holen auf
Bei den 16- bis 24-Jährigen stieg der Anteil von 49,3 auf 72,5 Prozent, bei den 25- bis 34-Jährigen von 39,5 auf 62,1 Prozent. Unter den 35- bis 44-Jährigen nutzen 47,9 Prozent KI, bei den 45- bis 54-Jährigen 35,9 Prozent und bei den 55- bis 64-Jährigen 20,8 Prozent.
Am niedrigsten ist der Wert bei den 65- bis 74-Jährigen mit 9 Prozent. Vor einem Jahr lag er noch bei 2,6 Prozent, er hat sich also mehr als verdreifacht.
Netz, Onlinehandel und E-Government
Einen festen Breitbandanschluss hatten 71,9 Prozent der Haushalte (plus 1,6 Punkte), mobiles Breitband stand in 78,5 Prozent zur Verfügung (Vorjahr: 78,2). Online eingekauft haben 72,9 Prozent der Befragten, nach 69,7 Prozent. Der Abstand zwischen Stadt und Land schrumpfte von 10,1 auf 7,2 Punkte: 75,8 Prozent in den Städten, 68,6 Prozent auf dem Land.
Behördendienste im Netz nutzten 62,1 Prozent, in Städten 68,3 und auf dem Land 52,8 Prozent. Am häufigsten wurden Steuererklärungen übermittelt (39,2 Prozent), gefolgt von der Informationssuche auf Behördenseiten (35,3 Prozent) und dem elektronischen Empfang amtlicher Post (33 Prozent).
Auch die digitalen Kompetenzen wachsen: 61,6 Prozent verfügen über grundlegende oder darüber hinausgehende Fähigkeiten, im Vorjahr waren es 50,4 Prozent. Den größten Sprung machten die 55- bis 64-Jährigen mit plus 16,8 Punkten auf 49,1 Prozent. Spitzenreiter sind die 25- bis 34-Jährigen mit 82,6 Prozent, Schlusslicht die 65- bis 74-Jährigen mit 22,8 Prozent.
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