Freshworks kehrt im Q3 mit 18,3 Mio. Dollar Gewinn in die Gewinnzone zurück
Freshworks erzielt im dritten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 18,3 Millionen Dollar bei 245,4 Millionen Dollar Umsatz und überschreitet nach Quartalsende 1 Milliarde Dollar ARR.

Freshworks ist im dritten Quartal 2026 mit einem Konzern-Nettogewinn von 18,3 Millionen Dollar in die Gewinnzone zurückgekehrt. Ein Jahr zuvor stand noch ein Verlust von 4,7 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 245,4 Millionen Dollar, nach 215,1 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.
Auch gegenüber dem Vorquartal legte der an der Nasdaq notierte SaaS-Anbieter zu: Der Umsatz wuchs um 3,4 Prozent von 237,4 Millionen Dollar, der Nettogewinn lag zuvor bei 3,2 Millionen Dollar. Die Betriebskosten sanken um 4,4 Prozent auf 181,2 Millionen Dollar (zuvor 189,6 Millionen). Die allgemeinen Verwaltungskosten gingen von 47,1 auf 38,2 Millionen Dollar zurück, die aktienbasierte Vergütung von 48,5 auf 38,8 Millionen Dollar.
Größere Kunden als Wachstumstreiber
CEO Dennis Woodside führt die Entwicklung auf die Ausrichtung auf größere Kunden zurück. Neue Abschlüsse mit mehreren Employee-Experience-Produkten stiegen um mehr als 35 Prozent, Partner waren an mehr als der Hälfte des Neugeschäfts beteiligt. Die Zahl der Kunden mit über 100.000 Dollar wiederkehrendem Jahresumsatz (ARR) wuchs um 25 Prozent auf 1.821, jene mit mehr als 50.000 Dollar um 18 Prozent auf 4.257.
Nach Quartalsende überschritt Freshworks zudem 1 Milliarde Dollar ARR und erreichte damit sein Jahresendziel früher. Schwächer entwickelte sich die Net Dollar Retention: Sie blieb gegenüber dem Vorquartal bei 104 Prozent und lag ein Jahr zuvor bei 105 Prozent. Zu den neuen Kunden zählen Tata Technologies, die Texas Christian University, Unilabs (UK) und Jose Cuervo.
Prognose und Umbau
Für das vierte Quartal erwartet Freshworks einen Umsatz von 253,5 bis 254,5 Millionen Dollar, rund 14 Prozent Wachstum. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen 965 bis 966 Millionen Dollar an, etwa 15 Prozent Plus; zuvor lag die Spanne bei 963,5 bis 966,5 Millionen Dollar.
Freshworks positioniert sich als KI-gestützte Service-Operations-Plattform für Kundenerlebnis, Mitarbeitererlebnis und IT-Service-Management. Im Mai kündigte es den Abbau von rund 500 Stellen an, etwa 11 Prozent der Belegschaft. Im Januar übernahm es die Incident-Management-Plattform FireHydrant für 88,7 Millionen Dollar in bar, zuletzt zudem das israelische KI-Startup Robusta Dev zu einem nicht genannten Preis. Dessen Werkzeuge zur Ausfallanalyse und für Korrekturempfehlungen sollen in Freshservice einfließen.
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