DoorDash übernimmt Instacart für 17 Milliarden Dollar
DoorDash kauft Instacart für rund 17 Milliarden US-Dollar und will im Lebensmittel-Liefergeschäft gegen Amazon, Walmart und Uber bestehen. Abschluss frühestens Ende 2027.

DoorDash übernimmt Instacart. Der Deal hat nach Unternehmensangaben einen Wert von rund 17 Milliarden US-Dollar und soll DoorDash eine deutlich stärkere Position im Online-Lebensmittelhandel verschaffen. Der Abschluss wird „Ende 2027 oder in der ersten Hälfte 2028“ erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen und weiterer Bedingungen.
DoorDash startete als Lieferdienst für Restaurants und betreibt bereits ein eigenes Lebensmittelgeschäft. Dort konkurriert das Unternehmen mit Instacart, Uber, Walmart und Amazon. Mit Instacart erhält es einen etablierten Marktplatz und Partnerschaften mit Händlern. Nutzer von Instacart sollen Zugang zu mehr als 50.000 zusätzlichen Geschäften bekommen, und Mitglieder von DashPass und Instacart Plus sollen künftig „eine statt zwei Mitgliedsgebühren“ zahlen.
Was sich ändert – und was nicht
Nach dem Abschluss will DoorDash die Marke, die Unternehmenstechnologie und die App von Instacart beibehalten. Beide Dienste bleiben also getrennt und werden nicht zu einer Plattform verschmolzen. Zudem verspricht DoorDash: Lokale Händler unterliegen keiner Plattform-Exklusivität und können mit beiden Diensten arbeiten. Instacart-Shopper behalten ihre Flexibilität bei Arbeitszeiten und Aufträgen und entscheiden selbst, ob sie auch DoorDash-Bestellungen übernehmen.
DoorDash-Chef Tony Xu nannte Lebensmittel „eines der schwierigsten Felder im Online-Geschäft“. Instacart habe über Jahre gelernt, es für Händler gut zu lösen, DoorDash habe ein Liefernetz aufgebaut. Gemeinsam könne man Geschäften jeder Größe mehr Werkzeuge bieten. Instacart-CEO Chris Rogers sagte, der Zusammenschluss mache Online-Lebensmittel für Millionen Haushalte „nahtloser und erschwinglicher“.
Wettbewerbsdruck
DoorDash verweist darauf, dass die größten Onlinehändler eigene Lieferflotten, Lager, Mitgliedsprogramme und KI-Einkaufsassistenten aufbauen – etwas, das Händler mit knappen Margen allein kaum stemmen könnten. Zugleich dringen Rivalen in das Kerngeschäft Essenslieferung vor; Uber hat Postmates und Delivery Hero übernommen.
Gerüchte waren in der vergangenen Woche aufgekommen, als berichtet wurde, Instacart führe Gespräche mit Uber und DoorDash. Der lange Weg bis zum Abschluss gibt Aktionären und Regulierungsbehörden Zeit, sich zu dem Vorhaben zu positionieren.
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