Cyclon zeigt Smartphone, das Apps per KI für Nutzer bedient
Das Y-Combinator-Startup Cyclon stellt ein Handy vor, auf dem ein KI-Agent die Apps bedient. Vorbestellung ab 199 Dollar, die eigene Hardware folgt 2027.

Cyclon, ein Startup mit zwei Mitarbeitern aus dem Herbst-Batch 2026 von Y Combinator, hat ein „Telefon, bei dem die KI die Oberfläche ist“ vorgestellt. Mitgründer Adam Zinebi präsentierte es am Montag, dem 2. November, auf X – mit dem erklärten Ziel, das iPhone zu ersetzen.
Das Versprechen besteht aus drei Teilen: Ein Agent nutzt die bereits installierten Apps mit den Konten der Nutzer, baut fehlende Apps selbst und erledigt Aufgaben im Hintergrund. In der Demo sucht er einen Vertrag in Drive, schickt ihn per WhatsApp an einen Kollegen und ruft diesen an – ausgelöst durch einen einzigen gesprochenen Satz.
Vorbestellungen sind mit einer erstattbaren Anzahlung von 199 Dollar (rund 180 Euro) möglich, die auf den geschätzten Endpreis von 699 Dollar vor Steuern angerechnet wird. Das eigene Cyclon-Gerät soll im zweiten Quartal 2027 erscheinen und braucht noch die Zulassung der FCC. Bis dahin erhalten frühe Käufer in den USA binnen 30 Tagen kostenlos ein Pixel 8a mit Cyclon OS.
LineageOS als Basis, KI in der Cloud
Laut den öffentlichen GitHub-Repositories basiert Cyclon OS auf LineageOS in Kombination mit microG, einer freien Neuimplementierung der Google-Play-Dienste. Der Agent liest den Bildschirm, tippt und scrollt wie ein Mensch. Fehlt eine App, schreibt er den Code in einer Cloud-Sandbox, testet ihn und installiert ihn – etwa den werbefreien CamScanner-Klon, den Zinebi zeigte.
Die Verarbeitung läuft nicht auf dem Gerät. Laut FAQ gehen Bildschirminhalte, Nachrichten oder der Standort an KI-Anbieter, die nicht genannt werden; manche speichern die Daten kurz, um Missbrauch zu erkennen. Das passt schlecht zu Zinebis Aussage, alles passiere „in deiner Tasche, nicht in einer Cloud“. Zudem räumt das Unternehmen ein, dass ohne Google-Zertifizierung manche Bank-, Zahlungs- oder Firmen-Apps nicht funktionieren könnten.
Ein umkämpftes Feld
Cyclon setzt auf das Konzept des „Agent OS“: Nutzer nennen ein Ziel, das System entscheidet, welche Apps geöffnet werden. Google ist weiter, aber vorsichtig: Seit Februar steuert Gemini auf Galaxy S26 und Pixel 10 Drittanbieter-Apps, allerdings nur in den USA und Südkorea und bei wenigen Diensten wie Uber oder DoorDash. Samsung lässt auf dem Galaxy S26 Bixby, Gemini und Perplexity nebeneinander laufen.
Bekannt ist bislang nur die Standardfinanzierung von 500.000 Dollar durch Y Combinator. Die Gründer lernten sich am 17. Mai 2026 bei einem Hackathon von Y Combinator kennen, den sie unter 91 Teams gewannen.
Apps, die sich lohnen
Tippe die richtigen Felder, addiere, triff das Ziel. Leicht zu lernen, schwer zu meistern. Kostenlos, für jedes Alter.
Sprich mit einem KI-Gesprächspartner; jeder Satz kommt korrigiert und in deiner Sprache erklärt zurück. 9 Sprachen, A1 bis C2.
EDIFACT- und X12-Nachrichten öffnen, jedes Segment verständlich erklärt, in JSON/XML umwandeln, als PDF und Excel exportieren. Läuft lokal, kein Upload.
Mehr von diesem Tag
Alle anzeigen →
Aramco übernimmt 49 Prozent an KI-Firma HUMAIN für 2,6 Mrd. Dollar

VOLTA-Malware stiehlt Passwörter und lässt KI den Wert der Opfer schätzen

Samsung One UI 9 sorgt für Probleme mit Android Auto



