bitFlyer führt Passkey-Authentifizierung für sensible Aktionen ein
Die japanische Börse bitFlyer verlangt bei Krypto-Überweisungen und Yen-Auszahlungen nun Passkeys. Grund sind zunehmend raffinierte Phishing-Angriffe auf Finanzdienste.

bitFlyer hat am 29. angekündigt, bei seinem Handelsdienst für Kryptowährungen die Passkey-Authentifizierung einzuführen. Hintergrund sind immer raffiniertere Phishing-Betrügereien und unbefugte Zugriffe auf Finanzdienste.
Laut Unternehmen sind Passkeys widerstandsfähiger gegen Phishing als die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Sie senken das Risiko von unbefugtem Zugriff und unerlaubten Überweisungen durch gestohlene Zugangsdaten. Zugleich entfällt das Prüfen und Eintippen von Bestätigungscodes. So lasse sich Sicherheit mit Komfort verbinden, erklärt bitFlyer.
Wann ein Passkey nötig ist
Verlangt wird die Authentifizierung bei drei Vorgängen: dem Versand von Kryptowerten an eine externe Adresse, der Registrierung einer externen Zieladresse und der Auszahlung von japanischen Yen. Das sind die Aktionen, bei denen ein gekapertes Konto den unmittelbarsten finanziellen Schaden anrichten würde.
Zum Zeitpunkt der Ankündigung lässt sich der Passkey nicht für das Login nutzen. Der Schutz greift also bislang nur für die riskanten Schritte nach der Anmeldung.
Teil eines Branchentrends
bitFlyer ist auf dem japanischen Markt nicht der Erste. Auch Binance, Coincheck, GMO Coin, SBI VC Trade und Minna no FX bieten bereits Passkey-Authentifizierung an.
Für Nutzer bedeutet das: Ein gestohlenes Passwort samt Einmalcode reicht nicht mehr aus, um Guthaben aus dem Konto zu transferieren, denn ein Passkey ist an das Gerät gebunden und lässt sich nicht einfach auf einer gefälschten Anmeldeseite abgreifen. Wer noch keinen Passkey eingerichtet hat, muss dies für die betroffenen Vorgänge nachholen. Ob später auch das Login unterstützt wird, hat das Unternehmen nicht mitgeteilt.
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