Android blendet Passwörter beim Teilen des Bildschirms aus
Google erweitert den Schutz bei der Bildschirmfreigabe: Auch in Chrome und Android WebView werden Login- und Zahlungsfelder ab Android 15 automatisch verborgen.

Google hat eine Datenschutzfunktion von Android ausgebaut, die sensible Informationen bei der Bildschirmfreigabe automatisch verbirgt. Wie das Unternehmen am 14. Oktober mitteilte, gilt der Schutz nun auch für Chrome und für Android WebView, die Komponente, mit der Apps Webseiten darstellen.
Android verdeckt Passwörter in Apps zwar schon länger, wenn der Bildschirm geteilt wird, doch der Schutz war begrenzt. Webinhalte im Browser waren nicht abgedeckt. Das ist eine Lücke, denn gerade der Login auf einer Website vor den Augen anderer kommt häufig vor.
Was sich ändert
Melden Sie sich während einer Bildschirmfreigabe auf einer Website an, werden die Eingabefelder für die Zugangsdaten automatisch ausgeblendet. Die Gegenseite sieht sie nicht. Auch Bezahlseiten, auf denen Kreditkartendaten eingegeben werden, sind geschützt.
Die Funktion steht auf Geräten mit Android 15 oder neuer bereit. Google hat die Verteilung im Oktober schrittweise begonnen.
Warum das wichtig ist
Ein versehentlich gezeigtes Passwort oder eine sichtbare Kartennummer gehört zu den typischen Pannen in Videokonferenzen und Remote-Support-Sitzungen. Im Browser passiert das besonders leicht, weil mitten in der Arbeit unerwartet eine Anmeldeseite auftauchen kann. Dank der Ausweitung auf WebView profitieren zudem Apps, die Webinhalte einbetten.
Viele würden die Funktion allerdings vor allem am Computer nutzen, wo Online-Meetings und Bildschirmfreigaben besonders üblich sind. Googles Ankündigung bezieht sich jedoch nur auf Android. Zur Unterstützung für macOS oder Windows äußert sich das Unternehmen nicht. Offen bleibt auch, ob Googlebook, Googles neuer PC auf Basis von Android-Technik, die Funktion erhält.
Vorerst gilt der Schutz also nur für Android-Smartphones und -Tablets, die die Versionsvoraussetzung erfüllen. Ob ähnliche Schutzmechanismen auch auf Desktop-Betriebssystemen folgen, ist unklar.
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